Invasive Art : Asiatische Hornisse in ganz Hessen angekommen16.05.2026, 09:06Lesezeit: 2 Min.Die Zahl der Nester steigt, und Fachleute erwarten keine Trendumkehr. Die Asiatische Hornisse breitet sich weiter aus. Städte und Gemeinden sorgen sich um Landwirtschaft und Obstbau.Die Asiatische Hornisse ist mittlerweile in ganz Hessen angekommen. Seit Jahresbeginn seien bereits 460 Meldungen eingegangen – darunter vor allem Sichtungen von Individuen, aber auch 70 Meldungen von Nestern, wie Katharina Albert vom Hessischen Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mitteilte.Überwiegend stammten die Meldungen aus Südhessen, bei knapp 300 der Meldungen sei die Asiatische Hornisse bestimmt worden. Auch die Nester seien hauptsächlich aus Südhessen gemeldet worden. Zwei Nester seien seit Jahresbeginn für Mittelhessen registriert worden, und zwar in den Landkreisen Gießen und Lahn-Dill-Kreis. Drei weitere Nester der Asiatischen Hornisse seien für Nordhessen gemeldet worden. In den Landkreisen Kassel, Werra-Meißner und Hersfeld-Rotenburg.Stadt Kassel warnt vor Schäden für Ökosysteme und ImkereiAuch die Stadt Kassel informierte über Sichtungen erster Exemplare des Insekts. Um eine weitere Verbreitung einzudämmen, bat sie Bürgerinnen und Bürger, solche Sichtungen zu melden. Geschulte Fachberater könnten die Nester entfernen. Eine weitere Ausbreitung könne „erhebliche Auswirkungen auf heimische Ökosysteme sowie auf die Imkerei haben“, warnte die Stadt.Die Art jage „intensiv“ Honigbienen und andere bestäubende Insekten, wodurch Bienenvölker geschwächt werden könnten und die Bestäubung von Nutz- und Wildpflanzen beeinträchtigt werden könne – das könne zu wirtschaftlichen Schäden in Landwirtschaft und Obstbau führen.Nachhaltig zurückdrängen lassen dürften sich die Asiatischen Hornissen allerdings nach Einschätzung des HLNUG nicht mehr. „Wir gehen von einer weiteren Ausbreitung in Hessen aus“, sagte Albert. „Eine Trendumkehr wird es da nicht mehr geben.“ Das zeigt auch ein Blick auf die Zahlen aus 2025: Im Vergleich zu 2024 verdoppelte sich die Zahl der für das Gesamtjahr gemeldeten Nester nahezu von 280 auf 488.