Mercedes-Benz hat sich offen für einen Einstieg in die Rüstungsproduktion gezeigt. Ein solcher Schritt müsse jedoch wirtschaftlich sinnvoll sein, sagte Konzernchef Ola Källenius dem »Wall Street Journal« .»Die Welt ist unberechenbarer geworden, und ich denke, es ist völlig klar, dass Europa seine Verteidigungsfähigkeit ausbauen muss«, erklärte der Manager der Zeitung und fügte hinzu: »Sollten wir dabei eine positive Rolle spielen können, wären wir dazu bereit.«
Mercedes ist bereits im Verteidigungssektor aktiv. Der Autohersteller hatte 2021 seine Lkw-Sparte ausgegliedert, blieb aber weiterhin deren größter Anteilseigner. Die Daimler Truck Holding AG stellt auch Lastkraftwagen für militärische Zwecke her. Zudem bietet der Konzern seinen Geländewagen, die G-Klasse, als Militärfahrzeug an.»Eine wachsende Nische«Källenius verwies auf die Stärken von Mercedes als Großserienhersteller, die im Rüstungssektor von Vorteil seien. Das Unternehmen sei außerordentlich gut darin, »hochwertige Präzisionsmaschinen in großen Stückzahlen zu bauen«, sagte er.
Der Bereich Rüstung werde »nur einen geringen Anteil unseres Geschäfts« ausmachen, prognostizierte Källenius. »Es könnte sich jedoch um eine wachsende Nische handeln, die auch zu unseren Geschäftsergebnissen beitragen könnte.«









