Trump erhält in China mehr Pomp als Merz oder Macron. Aber die konkreten Vereinbarungen ähneln sich. Beim Irankrieg beißt er sich an Peking die Zähne aus.

Als Donald Trump am frühen Freitagnachmittag wieder die Präsidentenmaschine Air Force One am Pekinger Hauptstadtflughafen betrat, hatte er viele Bilder, aber wenig Konkretes im Gepäck. Während ihm Chinas Präsident Xi Jinping in den knapp zwei Tagen ein Programm voller Pomp lieferte, ließ er seinen US-Kollegen in allem auflaufen, wo es um die Substanz ging.

Die greifbarsten Vereinbarungen gab es in den Bereichen Luftfahrt, Landwirtschaft und Energie. China wolle 200 Boeing-Flugzeuge, 450 Flugzeugmotoren von General Electric und Öl kaufen, sagte Trump. Weil das rund 300 Flugzeuge weniger waren, als zuvor spekuliert worden war, schickte Trump den Boeing-Aktienkurs um mehr als vier Prozent nach unten. Wie viel Öl China kaufen wolle, spezifizierte der Präsident nicht weiter. Der US-Handelsbeauftragte Jamieson Greer sagte in Peking, China wolle in den kommenden drei Jahren jeweils Agrarprodukte im Wert von mehr als zehn Milliarden Dollar kaufen. China bestätigte keine der Vereinbarungen bis zum Redaktionsschluss. In jedem Fall dürfte es ein Bruchteil der Wirtschaftsvereinbarungen im Wert von 250 Milliarden Dollar sein, die beide Seiten während Trumps vorherigem Besuch in China im Jahr 2017 verkündet haben.