In Trumps Wertpapiervermögen gab es binnen drei Monaten 3600 Transaktionen. Der US-Präsident kaufte auch Anteile von Unternehmen, die von seiner Politik abhängig sind. Darf er das? Und was ist in Deutschland erlaubt?
Das gewaltige Wertpapiervermögen des amerikanischen Präsidenten Donald Trump ist in den ersten drei Monaten dieses Jahres durch mehr als 3600 Transaktionen umgeschichtet worden, darunter mehr als 2300 Käufe von Aktien und ETF. Der Rest sind Verkäufe. Das geht aus dem Bericht des U. S. Office of Government Ethics hervor, der jetzt veröffentlicht wurde. Die Käufe in den 90 Tagen hatten ein Volumen zwischen 126 Millionen und knapp 400 Millionen Dollar, die Verkäufe zwischen 86 Millionen und 296 Millionen Dollar.
Die amerikanischen Ethikgesetze verpflichten den Präsidenten, den Wert von Aktiengeschäften in groben Bandbreiten offenzulegen. Unter den größten offengelegten Transaktionen sind Nvidia, Boeing, Microsoft, Amazon, Meta und Apple die politisch abhängigsten Namen. Nvidia und Boeing stechen hervor, weil ihre Börsenaussichten unmittelbar mit Trumps Chinapolitik verknüpft waren. Boeing-Aktien im Wert zwischen einer Million und fünf Millionen Dollar wurden dem Trump-Portfolio hinzugefügt. Das Unternehmen ist abhängig von Trumps Handelsdiplomatie und sicherte sich auf der Chinareise offenbar Verkäufe von 200 Boeing-Flugzeugen.














