Biontech-Mitgründer Uğur Şahin: „Es war klar, dass (…) es keinen gleichbleibenden Bedarf für einen Impfstoff geben wird“
Biontech-Mitbegründer Uğur Şahin (60) hat den von dem Jobabbau betroffenen Beschäftigten des Impfstoffherstellers Unterstützung zugesagt. „Uns ist sehr bewusst, wie tiefgreifend solche Entscheidungen für unsere Mitarbeitenden und ihre Familien sind“, sagte Şahin bei seinem letzten Auftritt als Unternehmenschef bei der virtuellen Hauptversammlung des Mainzer Biopharma-Unternehmens.
Allen Betroffenen würden sozialverträgliche Lösungen angeboten. Biontech stehe im Austausch mit Politik, Wissenschaft und regionalen Partnern, um gemeinsam für verschiedene Standorte tragfähige Perspektiven zu prüfen, versicherte Şahin bei dem virtuellen Aktionärstreffen.
Das Management des Mainzer Unternehmens hatte vor wenigen Tagen angekündigt, wegen einer zu geringen Auslastung, Überkapazitäten und Kosteneinsparungen mehrere Produktionsstandorte zu schließen. Betroffen von den Plänen sind Werke in Idar-Oberstein, Marburg und Singapur sowie Standorte des übernommenen Konkurrenten Curevac.
Insgesamt sind bis zu 1860 Stellen in Gefahr. Bei Curevac allein sind rund 820 Jobs bedroht – größtenteils am Hauptsitz in Tübingen. Der Betriebsrat warf der Unternehmensführung jüngst mangelnde Kooperation bei der Suche nach einem Investor für die von der Schließung bedrohten Standorte vor.








