Stand: 15.05.2026 • 13:35 Uhr

Chemie, Papier, Glas: In energieintensiven Branchen schrumpft die Produktion wegen der hohen Energiepreise rasant. Seit Beginn des russischen Angriffkriegs gegen die Ukraine gingen Tausende Jobs verloren.

Hohe Energiepreise haben in Deutschland zu einer geringeren Produktion und zu Jobverlusten in besonders energieintensiven Industriebereichen geführt. Der Trend begann mit Russlands Angriff auf die Ukraine im Februar 2022.

Der Produktionsrückgang in ausgewählten Branchen fiel mit 15,2 Prozent seit Kriegsausbruch deutlich größer aus als in der gesamten Industrie mit 9,5 Prozent, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Die Werte schließen den März dieses Jahres mit ein.

Zu den energieintensiven Branchen zählen die chemische Industrie, die Metallerzeugung und -verarbeitung, die Herstellung von Glas, Glaswaren und Keramik, die Papierindustrie sowie die Mineralölverarbeitung. "Der Energiebedarf dieser Branchen ist im Verhältnis zu ihrer Bruttowertschöpfung besonders hoch", erklärten die Statistiker.