Miese Ergebnisse bei den Kommunalwahlen: Der britische Premier Keir Starmer kämpft nach dem Wahldebakel seiner Labour-Partei um den Machterhalt
Die Furcht vor einer Führungskrise macht die Anleger in Großbritannien immer nervöser. Das Pfund fiel am Freitag um bis zu 0,5 Prozent auf 1,3332 Dollar, den tiefsten Stand seit fünf Wochen. Seit Montag ist die Währung – zusätzlich belastet durch die jüngste Dollarrallye – um 2 Prozent eingebrochen.
An den Anleihemärkten stiegen zudem die Renditen britischer Staatsanleihen sprunghaft an. „Der Premierminister Keir Starmer scheint schwer angeschlagen und es ist fraglich, ob er sich noch lange im Amt halten kann“, schreibt Commerzbank-Analyst Michael Pfister in einem Kommentar.
Die Verzinsung der zehnjährigen Anleihen notierte zuletzt bei rund 5,129 Prozent und damit nur knapp unter den jüngsten Höchstständen. Mit 5,130 Prozent war die Rendite am Dienstag auf den höchsten Stand seit der Finanzkrise 2008 geschossen. Am Aktienmarkt gerieten vor allem Bankenwerte unter die Räder. Die Titel von Barclays und Lloyds gaben jeweils rund 3 Prozent nach. Der Londoner Leitindex verlor 1,3 Prozent.
Keir Starmer (63) kämpft nach dem Wahldebakel seiner Labour-Partei bei den jüngsten Kommunalwahlen um den Machterhalt. Am Donnerstag trat der britische Gesundheitsminister Wes Streeting (43) zurück und erhöhte damit den Druck auf den Premierminister.














