Protestierende Zalando-Mitarbeitende in Erfurt: »In Schockstarre«

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Als der Modekonzern Zalando Anfang des Monats seine jüngsten Quartalszahlen verkündet, sieht alles ziemlich rosig aus: Umsatz und Gewinn sind gestiegen, obwohl die Branche eigentlich kriselt. Die Übernahme des Rivalen About You bringe zehn Millionen Euro Synergien. Zalando-Gründer und Co-Chef Robert Gentz redet beim Pressegespräch über »wichtige Meilensteine«, die erreicht worden seien, über die erfolgreiche Strategie, über »substanziellen Fortschritt«.

Als später eine Frage zum neuen, hochmodernen Logistikzentrum in Gießen kommt und zum Unterschied, den dieses Werk zum veralteten Standort Erfurt mache, bricht die Zalando-Moderatorin die Runde abrupt ab. Solche Fragen sollten bitte später direkt geklärt werden.Ist da jemandem unwohl?Der Standort Erfurt ist zum Politikum geworden. Ausgerechnet das Stammwerk, mit dem Zalando 2012 als Start-up zu wachsen begann. Jetzt, als einer der größten Modekonzerne Europas, beschäftigt das Berliner Unternehmen dort 2700 Mitarbeitende. Noch. Denn der Konzern will den Standort bis Ende September schließen. Doch das gelingt längst nicht so reibungslos wie gedacht.