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Seit 1997 wird Scientology in Deutschland vom Verfassungsschutz beobachtet. Nun ändert das Bundesamt seine Vorgehensweise - und begründet dies mit gesunkener Relevanz der Organisation.

Das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) stellt die systematische Beobachtung von Scientology ein. Es will verfassungsfeindliche Bestrebungen von Einheiten beziehungsweise Mitgliedern der Organisation aber weiter im Blick behalten. «Nachdem die "Scientology Organisation" auf Bundesebene in den letzten Jahren an Relevanz verloren hat, wird ihre Bearbeitung im BfV nicht länger als bundesweiter, eigenständiger Phänomenbereich fortgeführt», teilte die Behörde auf Anfragen mit. Damit entfalle auch eine gesonderte Ausweisung im Verfassungsschutzbericht. Zuvor hatten der SWR und das ARD-Hauptstadtstudio berichtet.

Das Bundesamt fügte hinzu: «Unabhängig davon werden aber Bestrebungen gegen die freiheitliche demokratische Grundordnung, die von diesem Personenpotenzial ausgehen, auch weiterhin durch den Verfassungsschutz bearbeitet.»