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Der Musiker Kollegah erklärt US-Präsident Trump in seinem neuen Song zur „Handpuppe Israels“ und rappt über eine „verblendete, messianische Endzeitsekte“. Bei seinen Hunderttausenden Fans bleibt sein offener Antisemitismus unwidersprochen.

Antisemitismus tritt im Deutschrap selten offen auf, sondern wird meist über Codes, Chiffren, Andeutungen, Verschwörungsmythen und Metaphern vermittelt. Da ist etwa von der „Ostküste“ die Rede, von den „Rothschilds“, „Freimaurern“ oder „Illuminaten“.

Wie selbstverständlich solche Formeln Teil der Selbstinszenierung von Musikern geworden und ins popkulturelle Repertoire eingesickert sind, haben die Sozialwissenschaftler Maria Kanitz und Lukas Geck in ihrem 2025 im Verbrecher Verlag erschienenen Buch „Lauter Hass“ nachgewiesen. Solche Codes seien zwar von der Kunstfreiheit gedeckt, transportierten jedoch ein Weltbild, „in dem ‚Juden‘ als übermächtige, gierige Finanzelite fantasiert werden“, weisen die Autoren schlüssig nach.