Stand: 16.04.2026 • 04:50 Uhr

In Kamerun spart Leo XIV. nicht mit Kritik an dem 93 Jahre alten Präsidenten. Der Papst betont, das Gesetz müsse Schutz bieten gegen die Willkür der Reichsten. Auch ein Konfliktgebiet besucht er.

Der Empfang hätte unterschiedlicher nicht sein können: Während der Besuch des Papstes in Algerien kaum für großes Aufsehen in der Bevölkerung gesorgt hatte, warten am Flughafen von Jaunde, der Hauptstadt Kameruns, bereits Hunderte, um dem Papst zuzujubeln.

Auch die Straße in die Innenstadt ist gesäumt von jubelnden Menschen und großen Plakaten: "Herzlich willkommen, Botschafter des Friedens!", steht dort neben dem Konterfei des Papstes. Und in der Tat ist Leo XIV. auch in Kamerun auf Friedensmission, das wurde bereits bei seiner ersten Ansprache deutlich.

"Sicherheit ist eine Priorität, muss aber stets unter Achtung der Menschenrechte ausgeübt werden, in einer Verbindung von Strenge und Großzügigkeit, mit besonderem Augenmerk auf die Schwächsten", so der Papst. Echter Frieden entstehe, wenn sich jeder sicher, verstanden und respektiert fühle, "wenn das Gesetz ein sicherer Schutzwall gegen die Willkür der Reichsten und Stärksten ist".