Stand: 11.05.2026 • 10:57 Uhr
An der Front sind ukrainische Soldaten oft monatelang auf sich allein gestellt. Jede Bewegung kann tödlich sein. Armeechef Syrskyj ordnete nun die Ablösung nach maximal zwei Monaten an - in der Praxis unrealistisch, meinen Experten.
Stundenlang muss Chany durch die sogenannte Todeszone laufen. Siebzehn, achtzehn Kilometer etwa, schätzt der ukrainische Soldat. Der Weg ist so anstrengend, dass er und seine zwei Kameraden aus der 93. Brigade unterwegs die kiloschwere Schutzweste ablegen - obwohl der Himmel voller Drohnen und der Boden voller Minen ist.
Keuchend, verdreckt, mit langen Bärten und zerzausten Haaren erreichen die Männer nach zwei Tagen Fußmarsch die Stadt Druschkiwka in der Region Donezk, wie Bilder des Pressedienstes der 93. Brigade zeigen.
130 Tage hat Chany davor seine Position gehalten. So lange haben er und seine Kameraden aus dem Bataillon Alcatraz, das aus ehemaligen Strafgefangenen besteht, ausgeharrt im Keller eines zerstörten Hauses irgendwo im Osten der Ukraine.









