Stand: 13.05.2026 • 01:30 Uhr

Zum ersten Mal seit Beginn des Iran-Kriegs sagt der US-Verteidigungsminister vor dem Kongress aus. Von den Demokraten kommt scharfe Kritik - und von Hegseth ein eher schwacher Auftritt.

Amerikas Verteidigungsminister in ungewohnt defensiver Haltung - so präsentiert sich Pete Hegseth vor Kongressausschüssen beider Kammern. Sein Auftreten auf dem Capitol Hill war deutlich gemäßigter, als es die Abgeordneten sonst von ihm gewohnt sind. Im Laufe der Sitzungen prasseln ganze Salven an kritischen Fragen auf den Pentagon-Chef ein. Zuallererst weist Hegseth den Vorwurf zurück, Amerika ginge die Munition aus.

"Das Thema Munitionsbestände wurde auf törichte und wenig hilfreiche Weise überdramatisiert. Wir wissen nämlich ganz genau, was wir haben, und wir verfügen über mehr als genug von dem, was wir benötigen", stellt der Minister klar und verpasst damit dem demokratischen Senator Mark Kelly einen Seitenhieb. Der hatte am vergangenen Wochenende behauptet, vom Verteidigungsministerium detailliert über spezielle Waffen- und Munitionsbestände informiert worden zu sein, darunter "Tomahawks" und "Patriot"-Systeme.

"Es ist schockierend, wie tief wir bereits in unsere Munitionslager greifen mussten", hatte Kelley gesagt. "Der Präsident hat unser Land in diese Lage manövriert - ohne ein strategisches Ziel, ohne einen Plan und ohne einen zeitlichen Rahmen. Infolgedessen haben wir enorme Mengen an Munition verbraucht; und das hat die Sicherheit des amerikanischen Volkes geschwächt", so der Demokrat.