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Liveblog: Israels Militär bestätigt Tod von Hamas-Chef im Gazastreifen Live-Blog Israel greift Hisbollah-Ziele im Südlibanon an +++ VAE: Alle militärischen Handlungen dienen nur der Verteidigung +++ Der Newsblog.

16.05.2026 - 13:02 Uhr aktualisiert Quelle: Handelsblatt Palästinenser gehen in Gaza-Stadt eine von zerstörten Gebäuden umgebene Straße entlang: Al-Haddad war nach der Tötung von Mohammed Sinwar zum Militärchef der Hamas im Gazastreifen aufgerückt. Foto: Abdel Kareem Hana/AP/dpaParlamentarier: Iran plant Mechanismus für Hormus-DurchfahrtDer Iran wird nach Angaben eines ranghohen Parlamentariers in Kürze einen Mechanismus zur Durchquerung der Straße von Hormus vorstellen. Es sei vorgesehen, den Schiffsverkehr entlang einer festgelegten Route durch die Meerenge zu steuern, sagt der Vorsitzende des Parlamentsausschusses für nationale Sicherheit, Ebrahim Asisi. Von der Regelung sollen nur Handelsschiffe und diejenigen profitieren, die mit dem Iran kooperieren. Im Rahmen des Mechanismus würden für spezielle Dienstleistungen Gebühren erhoben. Die für den Öltransport enorm wichtige Straße von Hormus ist seit Beginn des Kriegs der USA und Israels gegen den Iran faktisch blockiert, was weltweit zu steigenden Energiepreisen geführt hat.Israels Militär bestätigt Tod von Hamas-Chef im GazastreifenDas israelische Militär und der Inlandsgeheimdienst Schin Bet haben den Tod des Militärchefs der Hamas im Gazastreifen, Iss al-Did al-Haddad, bei einem israelischen Luftangriff am Vortag bestätigt. Al-Haddad wurde in einer Mitteilung als einer der Architekten des Terrorangriffs am 7. Oktober 2023 bezeichnet. Bei dem Angriff töteten Terroristen der Hamas und andere Islamisten rund 1.200 Menschen in Israel und verschleppten mehr als 250 in den Gazastreifen.Al-Haddad war nach der Tötung von Mohammed Sinwar zum Militärchef der Hamas im Gazastreifen aufgerückt. Nach israelischen Militärangaben gehörte er zu den dienstältesten Kommandeuren der Hamas. Er habe sich der Terrororganisation in ihrer Gründungsphase angeschlossen, hieß es. Israel hat eine Reihe politischer und militärischer Führer der Hamas gezielt getötet.Israel greift Hisbollah-Ziele im Südlibanon anDie israelische Luftwaffe hat nach Angaben eines Militärsprechers Ziele der proiranischen Hisbollah-Miliz im Südlibanon angegriffen. Nähere Angaben machte das Militär zunächst nicht. Vor dem Angriff hatte das Militär die Bevölkerung mehrerer Ortschaften im Südlibanon aufgefordert, wegen der bevorstehenden Attacke ihre Häuser zu verlassen und sich in Sicherheit zu bringen. Die Angriffe wurden mit Verstößen der Hisbollah gegen die bestehende Feuerpause begründet.Die USA hatten die erst am Freitag verlängerte Waffenruhe im Krieg zwischen Israel und der Hisbollah vermittelt. Seit ihrem Beginn im April wurde sie zweimal verlängert und soll nun bis Ende Juni gelten. Bei den Gesprächen verhandelt Israel mit Libanons Regierung, die selbst nicht Konfliktpartei ist. Die Hisbollah nimmt nicht an den Gesprächen teil und lehnt diese ab. Beobachter gehen aber davon aus, dass die Miliz laufend über den Stand der Verhandlungen informiert wird. Israels Armee wie auch die Hisbollah haben ihre Angriffe bereits in den vergangenen Wochen trotz der geltenden Waffenruhe fortgesetzt.Trümmer eines eingestürzten Gebäudes in der südlibanesischen Stadt Tyros nach nächtlichen israelischen Luftangriffen: Trotz der verlängerten Waffenruhe greift Israel weiterhin an. AFPVAE: Alle militärischen Handlungen dienen nur der VerteidigungDie Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) verteidigen ihre jüngsten militärischen Handlungen als rein defensive Maßnahmen zur Wahrung ihrer Souveränität. Alle ergriffenen Schritte dienten dem Schutz der Zivilbevölkerung sowie der lebenswichtigen Infrastruktur, teilte das Außenministerium mit. Die Zeitung „Wall Street Journal“ hatte am Montag berichtet, dass die VAE Anfang April militärische Operationen gegen den Iran vorgenommen hätten. In der Mitteilung des Ministeriums wurden diese mutmaßlichen Angriffe jedoch nicht explizit erwähnt. Trump über den Iran: „Ich habe nichts unterschätzt“US-Präsident Donald Trump hat von sich gewiesen, die Widerstandsfähigkeit des Irans unterschätzt zu haben. Auf die Frage, ob er die Schmerztoleranz des Irans verkannt habe, sagte Trump dem Sender Fox News: „Ich habe nichts unterschätzt.“ Eine Lösung des von den USA und Israel Ende Februar begonnenen Kriegs mit dem Iran ist trotz diplomatischer Bemühungen nach wie vor nicht in Sicht. Die US-Regierung hatte zu Beginn des Kriegs gesagt, dass der Einsatz zwischen vier und sechs Wochen dauern würde.Die USA hätten den Iran „unglaublich hart“ getroffen, betonte Trump nun. Man hätte die Brücken stehen und die Stromversorgung intakt gelassen. „Wir können das alles in zwei Tagen lahmlegen“, sagte Trump. Der US-Präsident hatte dem Iran im Laufe des Kriegs mehrfach mit Angriffen auf dessen Energiesektor und Infrastruktur gedroht.