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Vor zwanzig Jahren ein Überraschungsbestseller, jetzt ein mit Stars gespickter Film: Kyle Balda hat Leonie Swanns abgründigen Schafskrimi „Glennkill“ verfilmt. Das Ergebnis ist vor allem eins: nicht feige.
Was waren das noch für Zeiten, 2005, als Schafe noch nicht als gut abgehangene Metapher für massenhafte Manipulierbarkeit in aller Munde waren. Damals veröffentlichte die deutsche Schriftstellerin Leonie Swann „Glennkill: Ein Schafskrimi“ über einen Schäfer, der seiner Herde allabendlich Krimis vorliest. Die Tiere werden zu Experten für Mord und Totschlag. Praktisch, denn als sie ihren Ernährer und Vorleser eines Tages tot auffinden, wissen sie: Hier ist ihre Kompetenz gefragt.
Swanns Debüt verkaufte sich binnen kurzer Zeit 1,5 Millionen Mal und wurde in mehr als 30 Sprachen übersetzt. Dabei handelt es sich um einen Anti-Krimi, eine wollig-wohlige Krimi-Persiflage mit Sprachwitz, philosphischem Anspruch und melancholischem Unterton. Wer das Buch noch im Kopf hat und nun grübelt, ob das etwas für Kinder ist, so ein Schäfer, der von einem Spaten durchbohrt wird: Die Verfilmung hat das szenisch entschärft. Macht aber dennoch keinen Bogen um das Thema Tod und Sterben. Wen man trotzdem am lautesten lachen hört im Kino, sind die Kinder.






