Befördert zur Co-Chefin: Dorothee Blessing gehört zur neuen Dreierspitze im Investmentbanking
Wall-Street-Bank JP Morgan Chase hat im Rahmen einer Umstrukturierung die deutsche Topmanagerin Dorothee Blessing (58) als eine ihrer drei neuen Co-Chefs des weltweiten Investmentbanking-Geschäfts ernannt, wie die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet. Laut eines Memos an die Beschäftigten, das Bloomberg vorliegt, wurden außerdem Kevin Foley und Jared Kaye in die neue Dreierspitze berufen. Ein Sprecher von JPMorgan Chase bestätigte den Wechsel.
Blessing ist damit die hochrangigste Deutsche bei einer großen Wall-Street-Bank. Sie wird künftig an John Simmons und Filippo Gori berichten, die gemeinsam den globalen Bankbereich des Unternehmens leiten.
Seit fast zwölf Jahren arbeitet Blessing in unterschiedlichen Führungspositionen für JP Morgan Chase, zuletzt als alleinige Leiterin des Bereichs Global Investment Banking Coverage. Von 2014 bis 2021 saß sie außerdem im Aufsichtsrat des Reedereiriesen Maersk.
Die Umstrukturierung erfolgt inmitten eines Booms im Investmentbankinggeschäft: JP Morgan meldete für das erste Quartal Investmentbanking-Gebühren, die stärker stiegen als erwartet. Besonders hervorzuheben sind dabei die Berater für Fusionen und Übernahmen, deren Gebühren auf 1,27 Milliarden US-Dollar zulegten – ein Anstieg von 82 Prozent. Auch das Aktienemissionsgeschäft wuchs stärker als erwartet auf 472 Millionen US-Dollar, während der Rückgang der Gebühren für die Emission von Schuldtiteln etwas schlechter ausfiel als erwartet.







