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Ukraine: Die einst zweitmächtigste Person der Ukraine muss in U-Haft Andrij Jermak war enger Vertrauter von Selenskyj. Die Korruptionsermittlungen in der Ukraine rücken nunmehr in das innere Umfeld des Präsidenten vor.

14.05.2026 - 10:54 Uhr Artikel anhörenAndrij Jermak: Der frühere ukrainischer Präsidialamtschef ist im vergangenen Jahr zurückgetreten. Foto: Dan Bashakov/AP/dpaKiew. Der frühere Stabschef und enge Vertraute von Ukraines Präsident Wolodymyr Selenskyj, Andrij Jermak, muss in Untersuchungshaft. Ein Anti-Korruptions-Gericht ordnete am Donnerstag die Verhaftung von Jermak wegen des Vorwurfs der Geldwäsche an.Das Gericht setzte dabei eine Kaution in Höhe von 140 Millionen Hrywnja fest, umgerechnet 2,72 Millionen Euro. Jermak bestreitet die Vorwürfe. Er könnte durch die Kaution bis zu einer endgültigen Entscheidung in seinem Fall auf freien Fuß kommen.Mit Jermak rücken die Korruptionsermittlungen in das innere Umfeld des Präsidenten vor. Er galt als die zweitmächtigste Person in der Ukraine nach Selenskyj. Trotz seiner nicht durch eine Wahl legitimierten Position übte er großen Einfluss auf weite Teile der ukrainischen Politik aus. Der ehemalige Filmproduzent und Anwalt für Unterhaltungsrecht war zudem der führende Unterhändler Kiews bei den von den USA unterstützten Friedensgesprächen mit Russland.Sein Rücktritt im vergangenen Jahr erfolgte im Zuge einer umfassenderen Regierungsumbildung. Diese zielte darauf ab, das Vertrauen in das Präsidentenbüro wiederherzustellen, das von Vorwürfen der Machtzentralisierung überschattet wurde.„Ich habe nicht so viel Geld“, sagte Jermak nach der Gerichtsentscheidung zu Journalisten. Sein Anwalt werde sich nun mit Freunden und Bekannten bemühen, die Kaution aufzubringen. „Mein Anwaltsteam wird Berufung einlegen. Wir werden alle rechtlichen Mittel ausschöpfen, um Gerechtigkeit und die Wahrheit zu finden.“ Verwandte Themen UkraineEuropäische UnionRusslandGeldwäscheFilmindustrieKiew: Luxus-Wohnbauprojekt im FokusDie Anti-Korruptions-Behörden hatten Jermak am Montag als Verdächtigen benannt. Ihm wird die Beteiligung an einer kriminellen Vereinigung vorgeworfen. Diese soll rund 10,5 Millionen Dollar durch ein Luxus-Wohnbauprojekt außerhalb der Hauptstadt Kiew gewaschen haben.Die von Russland angegriffene Ukraine würde gerne in die Nato und die EU. Bundeskanzler Friedrich Merz hatte einen schnellen EU-Beitritt zuletzt aber als unrealistisch bezeichnet. Neben dem Krieg gilt auch die im Land verbreitete Korruption als Problem. Selenskyj hat mehrfach beteuert, diese zu bekämpfen. rtr Mehr zum Thema Unsere Partner Anzeige remind.me Jetziges Strom-/Gaspreistief nutzen, bevor die Preise wieder steigen Anzeige ImmoScout Jetzt kostenlos den Wert deiner Immobilie ermitteln Anzeige FREITAG® Immobilien FREITAG® Immobilien – Ihr Makler und Gutachter für München & Starnberg Anzeige Presseportal Direkt hier lesen! Anzeige STELLENMARKT Mit unserem Karriere-Portal den Traumjob finden Anzeige Expertentesten.de Produktvergleich - schnell zum besten Produkt