Der Start-up-Accelerator Y Combinator gehört zu den wichtigsten Brutstätten des Silicon Valley. Fintech-Firmen wie Stripe oder Coinbase sind dort gestartet, der heutige OpenAI-Gründer Sam Altman (40) hat es jahrelang geleitet. Die Aufnahme in die Förderprogramme gilt bis heute als Gütesiegel für Start-up-Teams. Nun soll in Europa eine konkurrierende Firmenschmiede entstehen: Ewor in Berlin.

Daniel Dippold (31) hat mit seinen Mitgründern bereits rund 70 Millionen Dollar bei Investoren dafür eingesammelt. Er sieht Europa im KI-Rennen bislang nicht abgeschlagen. Mit der ETH Zürich oder der TU München gebe es starke Universitäten, sagt er im Finance-Forward-Podcast. Zudem würden auch viele Talente an neuen Firmen arbeiten – auch abseits von Berlin und Paris.

Dippold hat einen guten Überblick über viele der neu gegründeten Unternehmen in Europa. Tausende Firmen bewerben sich jedes Jahr für das Start-up-Programm von Ewor, das bei den ersten Einstellungen, dem Einwerben von Investorengeldern und den ersten Umsätzen hilft. Viele aussichtsreiche Start-ups-Teams hätten sich beispielsweise aus Polen beworben, so Dippold.

Ewor beteiligt sich auch an den Firmen, die das Programm durchlaufen. Auf diesem Weg soll das Unternehmen selbst zum Milliardenunternehmen aufsteigen. Zu den Fintech-Start-ups im Portfolio zählt etwa Zuba, die mithilfe von Stablecoins grenzüberschreitende Überweisungen anbieten.