Investorin Jeannette zu Fürstenberg (43) betreibt Networking auf einem ganz eigenen Niveau: An einem Abend organisiert sie einen Round Table mit wichtigen Start-up-Köpfen und Wirtschaftsbossen, die Bundeskanzler Friedrich Merz (70) und den französischen Präsidenten Emmanuel Macron (48) treffen können – und beherrscht dabei das politische Parkett wie nur wenige Geldgeberinnen und Geldgeber in Europa. Schon Stunden später kann sich Jeannette zu Fürstenberg auf einer Techkonferenz unter Gründerinnen und Gründern mischen, diskutiert, hört zu und knüpft neue Kontakte.

Die Europachefin des US-Megafonds General Catalyst navigiert Start-up-Szene, Deutschland AG und Politik meisterhaft. In den vergangenen Jahren hat sie einen steilen Aufstieg hingelegt: Rund eine Milliarde Dollar kann die Wagniskapitalgeberin jedes Jahr in Europa investieren. Zu ihren Investments zählen die europäische KI-Hoffnung Mistral und das Verteidigung-Start-up Helsing.

Das manager magazin und BCG haben Jeannette zu Fürstenberg als „Frau der Stunde“ unter den 100 einflussreichsten Frauen der deutschen Wirtschaft mit dem Titel der Prima inter Pares 2025 ausgezeichnet. Wie ist ihr diese Karriere gelungen? Was macht zu Fürstenberg zu einer begnadeten Netzwerkerin? Und welchen Einfluss nimmt sie auf die Politik? Darüber spricht die stellvertretende Chefredakteurin Simone Salden mit Redakteur Caspar Schlenk, der zu Fürstenberg begleitet hat. Für das Porträt hat er mit Vertrauten, Gründerinnen und Gründern sowie Konkurrenten gesprochen.