Chefmodernisierer: BaFin-Exekutivdirektor Rupert Schaefer verantwortet die Strategie der deutschen Finanzaufsicht. Er ist ein langjähriger Wegbegleiter des BaFin-Präsidenten Mark Branson.

[M] manager magazin, Matthias Sandmann / Bafin

Die deutsche Finanzaufsicht BaFin ist bei vielen Investoren und Gründern als Innovationskiller verschrien. Jedes zweite Fintech attestiert der Behörde eine „mangelhafte Kommunikation“, 73 Prozent sehen sie sogar als Verhinderer. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage des Digitalverbands Bitkom.

Rupert Schaefer (45) möchte mit dem Bremsklotz-Image aufräumen. Der Jurist gehört dem mächtigen Direktorium der BaFin an und hat als „Exekutivdirektor Strategie, Policy und Steuerung“ eine klare Mission: die Behörde moderner zu machen.

Im Podcast-Interview bei Finance Forward nimmt der Exekutivdirektor erstmals ausführlich Stellung zur Kritik der Fintechs. „Unsere Grundhaltung ist sehr stark pro Innovation“, betont er. Den Vorwurf, die Behörde sei nach dem Wirecard-Skandal bei Jungfirmen wie N26 oder Solaris über das Ziel hinausgeschossen, weist er zurück: „Es ist nicht unser Job, Fintechs aus dem Markt zu halten. Es kann aber auch nicht unser Job sein, sie besonders zu fördern oder ein paar Augen zuzudrücken.“