Aktie im Auf und Ab: Tui hofft trotz Irankrieg auf Last-Minute-Sommer

Der Sommerurlaub wird für viele Menschen zunehmend zur kurzfristigen Entscheidung. Beim Reisekonzern Tui verschiebt sich die Nachfrage wegen des Irankriegs derzeit deutlich in Richtung westliches Mittelmeer. Knapp die Hälfte der Verbraucher, die in diesem Sommer verreisen wollten, habe bislang noch nicht gebucht, teilte der Konzern in Hannover mit. Bisher zählt Tui für den Sommer deutlich weniger Gäste als vor einem Jahr. An der Börse konnten die Neuigkeiten nicht ganz überzeugen.

Die Tui-Aktie legte am Vormittag zunächst um mehr als 2 Prozent zu, drehte später ins Minus und kehrte dann in die Gewinnzone zurück. Zuletzt lag sie mit 0,7 Prozent im Plus bei 6,43 Euro und gehörte damit zum oberen Mittelfeld im MDax, dem Index der mittelgroßen Werte. Wie andere Papiere aus dem Reise- und Luftfahrtbereich hat die Tui-Aktie seit Beginn des Irankriegs Ende Februar deutlich Federn gelassen. Derzeit wird sie rund 28 Prozent billiger gehandelt als noch zum Jahreswechsel.

Tui-Chef Sebastian Ebel (63) schätzt, dass in diesem Sommer Spanien einschließlich der Balearen und Kanaren sowie Griechenland besonders gefragt sind. „Da gibt es wenig Gründe, weshalb wir oder Hoteliers mit günstigeren Preisen kommen sollten“, sagte der Manager in einer Videokonferenz.