Letzte Woche musste ich in meiner Verzweiflung bei Mama anrufen. Diese vermaledeite Steuererklärung via Elster beziehungsweise die korrekte Zuordnung von Belegen über Einnahmen aus freiberuflicher Tätigkeit raubten mir den letzten Nerv. Meine Mutter und ich schafften es dann gemeinsam mehr schlecht als recht, die Steuererklärung abzuschicken. Danach bin ich aus lauter Zorn auf die deutsche Bürokratie erst mal wütend um den Block gestampft und habe einen Döner gegessen.

Vielleicht hätte ich ja ChatGPT um Rat fragen sollen? Immer mehr Menschen nutzen die scheinbar unendliche Weisheit der künstlichen Intelligenz für ihren jährlichen Kampf mit dem Fiskus. Diese Entwicklung wiederum setzt dem Berliner Start-up Taxfix zu. KI bedeutet hier Konkurrenz. Meine Kollegin Hannah Schwär hat mit Martin Ott (48), dem Chef der Jungfirma, gesprochen und ihn gefragt: Wie will Taxfix sein Geschäft gegen ChatGPT, Claude und Co. verteidigen?

Steuermann unter Druck: Der ehemalige Meta-Manager Martin Ott führt seit 2021 das Berliner Fintech Taxfix

Ölkrise, welche Ölkrise? Der Autovermieter Sixt erzielte im ersten Quartal einen Vorsteuergewinn von 2,1 Millionen Euro. Der Umsatz wuchs im Jahresvergleich um gut 8 Prozent auf knapp 929 Millionen Euro.