Schokoladeneis, Erdbeersorbet oder Frozen Joghurt auf Knopfdruck selbst zubereiten – genau das versprechen moderne Eismaschinen. Unser Test zeigt die besten Modelle.Gerade weil ein Besuch in der Eisdiele inzwischen schnell teuer wird, denken viele darüber nach, Eis einfach zuhause herzustellen. Doch nicht jede Maschine liefert auch wirklich cremige Ergebnisse. Wir haben verschiedene Modelle getestet und geprüft, welche Geräte überzeugen und bei welchen die Technik hinter den Erwartungen zurückbleibt.Unser Testsieger: Severin EZ 7405Die Severin EZ 7405 überzeugte im Test mit ihrer gelungenen Kombination aus Leistung, Komfort und einfacher Bedienung. Das Gerät arbeitet mit integriertem Kompressor und bietet vier Programme für Rühren, Kühlen, Joghurt und Eis.Der zwei Liter große Behälter eignet sich auch für größere Portionen. Dazu kommen ein zusätzlicher Eisbehälter und ein Rezeptheft mit kreativen Ideen wie Erdnussbutter-Eis oder Joghurt mit Chili-Schokolade.Die Bedienung erfolgt über ein großes Touchdisplay mit berührungsempfindlichen Tasten. Das Display wirkt zwar etwas wuchtig, ist im Alltag aber angenehm übersichtlich. Die Programme lassen sich flexibel anpassen, was sich im Test als Vorteil erwies. Das Erdbeersorbet war bereits nach gut 30 Minuten fertig, obwohl das Standardprogramm eigentlich eine Stunde vorsah.Wie bei fast allen getesteten Geräten wurde das Eis am Rand etwas fester als in der Mitte. Insgesamt überzeugte die Konsistenz aber mit angenehm cremigem Schmelz. Auch die Reinigung ging unkompliziert von der Hand, obwohl die Teile nicht spülmaschinengeeignet sind.Kleine Alternative zum Testsieger: WMF Küchenminis 3-in-1Wer wenig Platz hat oder kleinere Portionen bevorzugt, findet in der WMF Küchenminis 3-in-1 eine interessante Alternative. Der Behälter des kompakten Akku-Modells fasst 300 Milliliter und passt problemlos in ein normales Gefrierfach.Vor der Nutzung muss der Behälter mindestens zwölf Stunden gekühlt werden. Bei der anschließenden Zubereitung war das Schokoladeneis im Test nach rund 20 Minuten so luftig geworden, dass sich der Deckel anhob. Der Rührarm kam dabei gelegentlich an seine Grenzen, weshalb zwischendurch etwas nachgeholfen werden musste.Das Ergebnis konnte sich dennoch sehen lassen. Sowohl Milcheis als auch Sorbet überzeugten mit überraschend gleichmäßiger Konsistenz. Besonders positiv fielen der sehr leise Betrieb, die einfache Reinigung und die unkomplizierte Bedienung auf. Einige Teile dürfen sogar in die Spülmaschine.Die Trend-Eismaschine: Ninja Creami DeluxeDie Ninja Creami Deluxe verfolgt ein anderes Konzept als klassische Eismaschinen. Statt die Masse während des Kühlens zu rühren, verarbeitet das Gerät bereits tiefgefrorene Mischungen zu Eis.Neun Programme, eine Restzeitanzeige und verschiedene Zusatzfunktionen bieten viel Spielraum zum Experimentieren. Besonders interessant ist die Möglichkeit, nur bestimmte Bereiche des Behälters zu bearbeiten oder Toppings gezielt einzuarbeiten.Im Test zeigte sich die Maschine vielseitig. Das Schokoladeneis wurde nach zwei Durchgängen angenehm cremig, das Sorbet überzeugte geschmacklich, wirkte an den Rändern aber leicht wässrig. Positiv fiel außerdem die einfache Reinigung auf, da sämtliche Teile spülmaschinengeeignet sind.Das umfangreiche Rezeptbuch gehört ebenfalls zu den Stärken des Geräts. Wichtig ist allerdings, dass keine frischen Früchte oder Eiswürfel verarbeitet werden dürfen, da diese das System stören können.So haben wir getestetAlle Modelle mussten dieselben Disziplinen absolvieren. Neben klassischem Schokoladeneis wurde auch Erdbeersorbet hergestellt. Bewertet wurden dabei vor allem die Handhabung, die Konsistenz der Eismasse und natürlich der Geschmack.Zusätzlich spielten Ausstattung und Funktionen eine wichtige Rolle. Positiv bewertet wurden flexible Programme, unterschiedliche Einstellungen für Eis oder Sorbet und praktisches Zubehör wie Eisportionierer. Abzüge gab es, wenn Programme nicht zuverlässig funktionierten oder die Eismasse ungleichmäßig gefror.Auch Bedienkomfort und Reinigung flossen in die Wertung ein. Entscheidend war unter anderem, wie verständlich die Menüführung ausfällt und wie leicht sich Behälter und Zubehör säubern lassen.Darüber hinaus prüften wir Lautstärke, Standfestigkeit und Stromverbrauch der Geräte. Gerade bei längeren Laufzeiten machen sich große Unterschiede bemerkbar.Weitere getestete Modelle im ÜberblickNeben den Top-Geräten haben wir noch weitere Eismaschinen getestet. Hier zeigen wir Ihnen die Ergebnisse.Viel Platz, aber kein Spitzenreiter: Unold Gusto 48845Die Unold Gusto 48845 bietet mit zwei Litern Fassungsvermögen und integriertem Kompressor eine solide Ausstattung. Drei Programme sowie ein Timer mit automatischer Abschaltung gehören ebenfalls dazu.Im Test zeigte sich jedoch, dass das Sorbet selbst nach einer Stunde noch etwas zu weich blieb. Der Rührarm arbeitete vergleichsweise langsam, wodurch die Konsistenz ungleichmäßig wurde. Beim Schokoladeneis lieferte die Maschine dagegen ein deutlich besseres Ergebnis mit cremiger Textur und ausgewogenem Geschmack.Die Reinigung gelingt unkompliziert, da der Eisbehälter in die Spülmaschine darf. Insgesamt bleibt das Gerät aber hinter den Erwartungen seiner Preisklasse zurück.Moderne Technik mit kleinen Schwächen: Medion MD12170Mit App-Anbindung und verschiedenen Einstellungsmöglichkeiten richtet sich die Medion MD12170 an Technikfans. Die Maschine verfügt über vier Programme sowie einen großen Behälter mit zwei Litern Volumen.Per App lassen sich nicht nur Programme steuern, sondern auch Rezepte abrufen. Im Alltag funktionierte die Bedienung zuverlässig und angenehm leise. Das Schokoladeneis gelang gut, beim Sorbet blieb die Masse allerdings erneut recht weich.Die Anleitung hinterließ bei Reinigung und Pflege einige offene Fragen. Positiv ist dagegen der mitgelieferte Eisportionierer.Preiswerter Einstieg: Rommelsbacher IM 12 KurtDie Rommelsbacher IM 12 Kurt richtet sich an alle, die möglichst günstig und platzsparend starten möchten. Auch hier muss der Behälter zunächst tiefgekühlt werden.Im Test entstanden nach zwei Durchläufen cremige Ergebnisse, die allerdings eher an Softeis erinnerten. Für klassische Kugeln fehlte die nötige Festigkeit. Zudem bildete sich am Boden häufig eine Eisschicht.Die Ausstattung fällt trotz des günstigen Preises ordentlich aus. Timer, Signalton und Eisportionierer gehören dazu. Auf die Spülmaschine müsst Ihr allerdings verzichten.Große Ausstattung, durchwachsene Resultate: Unold Profi PlusMit 15 Kilogramm Gewicht, großem Behälter und umfangreicher Ausstattung gehört die Unold Profi Plus zu den auffälligsten Geräten im Test.Das Gerät bietet mehrere Programme, einen digitalen Timer und ein großes Rezeptbuch. In der Praxis zeigten sich jedoch einige Schwächen. Während des Betriebs lässt sich der Deckel nicht öffnen, Zutaten können also nicht nachträglich hinzugefügt werden.Beim Schokoladeneis fror die Masse teilweise an der Wand fest. Auch das Sorbet wurde außen deutlich schneller fest als innen. Geschmacklich blieb das Ergebnis ordentlich, aber nicht herausragend.Günstig, aber limitiert: Silvercrest SECM 12 E2Die Silvercrest SECM 12 E2 ist das günstigste Modell im Test. Die Bedienung ist denkbar einfach: Behälter einfrieren, Masse einfüllen und starten.Allerdings bietet das Gerät kaum Flexibilität. Nach 40 Minuten endet der Vorgang automatisch, zusätzliche Programme fehlen komplett. Das Sorbet blieb sehr weich und schmolz schnell. Beim Schokoladeneis hatte der Rührer nach etwa 30 Minuten sichtbar Probleme.Für gelegentliche Einsätze reicht das Modell aus, größere Ansprüche erfüllt es jedoch nicht.Selbst gemachtes Eis: Diese Unterschiede sollten Sie kennenGrundsätzlich arbeiten Eismaschinen nach zwei verschiedenen Prinzipien. Modelle mit Kühlakku benötigen einen Behälter, der meist mindestens zwölf Stunden im Gefrierfach vorgekühlt werden muss. Erst danach kann die Eismasse verarbeitet werden. Geräte mit integriertem Kompressor starten dagegen sofort und kühlen eigenständig.Eine Sonderrolle nimmt die Ninja Creami ein. Hier wird die Eismasse zunächst komplett eingefroren und erst später zu Eis verarbeitet. Interessant dabei: Im Test zeigte sich, dass nicht automatisch jedes Kompressorgerät bessere Ergebnisse liefert als ein Modell mit Kühlakku.Perfektes italienisches Gelato gelingt zuhause zwar selten, dennoch schafften viele Maschinen überraschend gute Resultate – besonders bei Schokoladeneis und fruchtigen Sorbets. Geduld ist allerdings fast immer gefragt. Selbst leistungsstarke Geräte benötigen oft mindestens 40 Minuten, bis die Konsistenz stimmt.Das Fazit: Welche Eismaschine lohnt sich?Die Severin EZ 7405 überzeugt als beste Kompressor-Eismaschine im Test. Sie kombiniert starke Leistung, komfortable Bedienung und überzeugende Ergebnisse. Kleine Schwächen bei der Konsistenz fallen im Alltag kaum ins Gewicht.Wer wenig Platz hat oder kleinere Mengen bevorzugt, fährt mit der WMF Küchenminis 3-in-1 besonders gut. Das kompakte Modell arbeitet angenehm leise und liefert trotz einfacher Technik überraschend gute Ergebnisse.Der perfekte Gelato-Moment bleibt unerreicht, doch viele Maschinen zaubern ein beachtliches Ergebnis.Die übrigen Geräte richten sich stärker an spezielle Zielgruppen. Die Ninja Creami Deluxe eignet sich vor allem für kreative Eisfans, während günstige Einsteigermodelle wie die Silvercrest eher für gelegentliche Einsätze gedacht sind.Warum Sie dem WELT-Kaufberater vertrauen können: Der WELT-Kaufberater steht für aufwendige Tests und unabhängige Produktempfehlungen, die wirklich helfen. Dafür sorgt das Kompetenzcenter Tech & Mobility (gehört wie WELT zu Axel Springer) mit einer erfahrenen Fachredaktion und eigenem Testlabor. Seit Jahrzehnten stehen diese Experten mit ihren Tests unter anderem bei COMPUTER BILD und AUTO BILD für höchste Qualitätsstandards.Lesen Sie auch
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