PfadnavigationHomeSportEishockeyMontréal VictoireMysteriöse Krankheitsfälle – Deutsche Torhüterin erlebt Play-off-ChaosStand: 12.05.2026Lesedauer: 2 MinutenSandra Abstreiter hütet das Tor von Montréal Victoire – und das der deutschen Nationalmannschaft Quelle: Getty Images/Minas PanagiotakisSandra Abstreiter kämpft in der nordamerikanischen Eishockey-Liga um den Finaleinzug. Das entscheidende Spiel wird wegen Krankheitsfällen abgesagt. Einen Verdacht auf das Hantavirus räumt die Liga aus. Ansonsten bleibt vieles unklar.Die deutsche Eishockey-Nationaltorhüterin Sandra Abstreiter erlebt mit Montréal Victoire in der nordamerikanischen Profiliga PWHL derzeit ein kurioses Chaos: Das fünfte und entscheidende Play-off-Spiel um den Finaleinzug gegen Titelverteidiger Minnesota Frost wurde wegen mysteriöser Krankheitsfälle in Abstreiters Team zunächst abgesagt, dann aber für nicht einmal 24 Stunden später neu angesetzt. Die Liga hatte die Absage des Spiels, das ursprünglich für den Montagabend (Ortszeit) angesetzt war, „aufgrund von Bedenken hinsichtlich der Spielersicherheit im Zusammenhang mit Krankheit“ beschlossen. „Die medizinische Untersuchung hat ergeben, dass die Symptome nicht mit denen einer Hantavirus-Infektion übereinstimmen“, hieß es zudem. Die durch Nagetiere übertragene Krankheit hatte in den letzten Tagen für Aufsehen gesorgt, nachdem mehrere Kanadier als Kontaktpersonen im Zusammenhang mit einem tödlichen Ausbruch an Bord eines Kreuzfahrtschiffes identifiziert worden waren. Bisher wurden allerdings keine Fälle in Kanada bestätigt.Abstreiter letzte Deutsche im TitelrennenVier Stunden nach der Absage folgte die neue Ansetzung für den Dienstagabend im Place Bell in Laval, einem Vorort von Montréal. Gründe dafür wurden nicht genannt, die Bedenken nicht ausgeräumt. Um welche Erkrankung es sich handelte und wie viele Betroffene es gibt, blieb offen. Hören Sie den Podcast WELTMeister bei Spotify, Apple Podcasts oder direkt per RSS-Feed.Abstreiter, die mit dem DEB-Team bei den Olympischen Spielen erst im Viertelfinale an Silbermedaillengewinner Kanada scheiterte, ist die letzte verbliebene von drei deutschen Profispielerinnen in der PWHL. Star-Stürmerin Laura Kluge schied mit den Boston Fleet im Halbfinale gegen die Ottawa Charge aus, gegen die es für Abstreiter in einem möglichen Finale gehen würde. Für Verteidigerin Katarina Jobst-Smith war mit den Vancouver Goldeneyes bereits nach der regulären Saison Schluss. dpa/luwi