PfadnavigationHomePanoramaTragödie in Schleswig-HolsteinBundespolizist stirbt bei SchießtrainingStand: 12.05.2026Lesedauer: 2 MinutenBei einem Schießtraining der GSG 9 auf einem Übungsplatz bei Oldenburg ist ein Bundespolizist tödlich verletzt worden. Polizei und Staatsanwaltschaft haben die Ermittlungen aufgenommen.Auf einem Truppenübungsplatz der Bundeswehr ist am Montagabend ein Polizist ums Leben gekommen. Laut Polizei wird derzeit von einem Unfall ausgegangen.Ein Bundespolizist ist in Schleswig-Holstein bei einer Schießübung tödlich verletzt worden. Nach „Bild“-Informationen gehörte das Todesopfer zur GSG9 – einer weltweit angesehenen Spezialeinheit. Diese trainiert auf dem Areal zwischen Oldenburg in Holstein und Weissenhäuser Strand regelmäßig.Es sei von einem Unfall auszugehen, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft in Lübeck am Dienstag mit. Demnach ereignete sich das Unglück am Montagabend auf dem Truppenübungsplatz Putlos unweit der Insel Fehmarn. Das Areal ist nach Angaben der Bundeswehr flach und nur leicht hügelig mit geringem Baumbestand. Es umfasst zudem Strandgebiete und Steilküsten. Hier können Einsatzkräfte demnach komplexe Lagen trainieren und verschiedene Schießtrainings absolvieren.Wie die „Kieler Nachrichten“ berichten, waren neben Polizei und Rettungskräften auch Ortsgruppen des Technischen Hilfswerks (THW) aus Eutin, Neustadt und Oldenburg im Einsatz. Sie wurden von der Integrierten Regionalleitstelle (IRLS) Süd um 0.40 Uhr alarmiert und zum Ausleuchten zur Kaserne geschickt. Am Dienstagmorgen sollen demnach der rege Flugbetrieb mit Hubschraubern der Bundespolizei für Aufsehen gesorgt haben. Lesen Sie auchDer genaue Hergang des Unfalls ist bislang nicht bekannt. Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft nahmen den Angaben zufolge Ermittlungen auf. Der Truppenübungsplatz Putlos ist 1250 Hektar groß und kann insgesamt 1350 Personen unterbringen. Er ist deutschlandweit der einzige mit Küstenanbindung.Tödliche Schüsse bei Trainings sind selten, kommen aber vorTödliche Schüsse bei Übungen und Trainings gelten als seltene Ausnahmen – doch immer wieder haben Missverständnisse, Unachtsamkeit oder Fehler schwere Folgen. In Putlos etwa kam es im Juni 2022 bereits einmal zu einem Vorfall mit einer Waffe. Damals traf ein Ausbilder während eines Trainings unbeabsichtigt einen Polizeischüler am Oberarm. Dieser wurde verletzt ins Krankenhaus gebracht.Lesen Sie auchIm Februar 2019 wurde ein 21 Jahre alter Polizeischüler in einer Kaserne in Würzburg (Bayern) von einem Kollegen erschossen. Beide hätten aus Spaß einen Schuss simuliert. Dem damals 19-Jährigen sei nicht bewusst gewesen, dass sich eine Kugel im Lauf der Waffe befand. Wegen fahrlässiger Tötung erhielt der Polizeischüler eine Jugendstrafe auf Bewährung und eine Geldstrafe.In Bonn (Nordrhein-Westfalen) wurde im Oktober 2018 ein 23-jähriger Polizist auf dem Weg zum Schießtraining von seinem Kollegen von hinten mit der schussbereiten Dienstwaffe in den Nacken geschossen. Er erlag seiner Verletzung. Der Schütze erhielt eine Bewährungsstrafe wegen fahrlässiger Tötung.dpa/AFP/rct/jm