PfadnavigationHomeRegionalesHamburgFliegendes Tourbillon1,14 Millionen Euro – warum diese Uhr die Welt der Bieter elektrisierteStand: 15.05.2026Lesedauer: 2 MinutenFür Laien sieht die Taschenuhr vielleicht eher schlicht aus, aber Uhrenkenner bewerten das offenbar andersQuelle: CortrieEine Taschenuhr – taxiert auf wenige Zehntausend Euro – wechselt in Hamburg für eine Rekordsummer den Besitzer. Hinter dem spektakulären Ergebnis steckt ein rarer Mechanismus.Bei einer Uhrenauktion in Hamburg ist eine Taschenuhr zu einem außergewöhnlich hohen Preis versteigert worden. Für das Stück des deutschen Uhrmachers Richard Miklosch fiel der Hammer am Wochenende bei 900.000 Euro. Einschließlich Aufgeld und Steuern ergibt sich ein Gesamtpreis von rund 1,14 Millionen Euro – ein Wert, der nach Angaben des veranstaltenden Auktionshauses Cortrie in Deutschland bislang für keine Taschenuhr erreicht wurde.Die Uhr war zuvor lediglich im Bereich von wenigen Zehntausend Euro taxiert worden. Als der Bieterwettstreit einsetzte, entwickelte sich jedoch nach Angaben des Versteigers eine Dynamik, die deutlich über die Erwartungen hinausging. Mehrere internationale Interessenten beteiligten sich demnach an der Auktion, bevor der Endpreis feststand.Bei dem versteigerten Objekt handelt es sich um eine Taschenuhr mit sogenanntem „fliegendem Tourbillon“. Diese Bauweise zählt zu den technisch anspruchsvollsten Lösungen der klassischen Uhrmacherei. Das zugrunde liegende Prinzip geht auf eine Erfindung aus der Zeit um 1800 zurück: Ein Teil des Uhrwerks wird in einem rotierenden Käfig montiert, um Einflüsse der Schwerkraft auf die Ganggenauigkeit auszugleichen. Solche Konstruktionen wurden ursprünglich für Taschenuhren entwickelt, die oft in derselben Position getragen wurden.Lesen Sie auchDie Variante des „fliegenden“ Tourbillons entstand deutlich später. Im Unterschied zu herkömmlichen Konstruktionen wird der Mechanismus dabei nur einseitig gelagert, wodurch er frei im Werk zu schweben scheint. Die Herstellung ist besonders aufwendig und erfordert hohe Präzision, weshalb entsprechende Uhren nur in sehr begrenzter Zahl gefertigt werden.Der Uhrmacher Richard Miklosch, dessen Arbeit nun in Hamburg versteigert wurde, gehört zu den wenigen Spezialisten auf diesem Gebiet. Seine Taschenuhren gelten unter Sammlern als rar und erzielen regelmäßig hohe Preise. Der Markt für mechanische Spitzenstücke ist in den vergangenen Jahren ohnehin stark international geprägt worden. Besonders seltene Exemplare und Einzelanfertigungen stehen dabei im Fokus wohlhabender Sammler. Das Ergebnis der Hamburger Auktion wird in der Branche als Hinweis auf die anhaltend hohe Nachfrage nach außergewöhnlichen uhrmacherischen Arbeiten gewertet.jlau
Fliegendes Tourbillon: 1,14 Millionen Euro – warum diese Uhr die Welt der Bieter elektrisierte - WELT
Eine Taschenuhr – taxiert auf wenige Zehntausend Euro – wechselt in Hamburg für eine Rekordsummer den Besitzer. Hinter dem spektakulären Ergebnis steckt ein rarer Mechanismus.










