PfadnavigationHomePanorama„Erdüberlastungstag“Deutschland hat natürliche Ressourcen für 2026 bereits aufgebrauchtStand: 10.05.2026Lesedauer: 2 MinutenBlick aus dem All auf die Welt, hier die kanadische Provinz QuebecQuelle: -/NASA/dpaEine Woche später als noch im Jahr 2025 hat Deutschland seinen „Erdüberlastungstag“ erreicht. Sprich: Alle natürlichen Rohstoffe sind bereits verbraucht, fortan gehen Leben und Arbeiten auf Kosten der Natur, warnt die Organisation „Global Footprint Network“.Deutschland hat rein rechnerisch bereits an diesem Sonntag die natürlichen Ressourcen aufgebraucht, die für das ganze Jahr reichen müssten. Diesen sogenannten „Erdüberlastungstag“ berechnet die Organisation „Global Footprint Network“ jährlich für einzelne Länder sowie für den ganzen Planeten. Wenn alle Menschen der Erde so viele natürliche Rohstoffe verbrauchen und CO₂ ausstoßen würden wie die in Deutschland, wäre die jährliche Biokapazität der Erde bereits im ersten Drittel des Jahres aufgebraucht.Deutschland verbrauche vor allem durch den hohen Einsatz fossiler Energien deutlich zu viele Ressourcen, teilte auch der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) mit. Hauptverursacher seien energieintensive Industriebranchen, der Gebäudesektor, der Straßenverkehr und die industrielle Tierhaltung. Die Folgen der Entwicklung seien längst spürbar, etwa durch Dürren, Starkregen oder zunehmende Hitze in Städten.Warum der Stichtag 2025 eine Woche früher war„Unser aktueller Lebens- und Wirtschaftsstil ist nicht zukunftsfähig“, sagte BUND-Vorsitzender Olaf Bandt. „Anstatt umzuschwenken auf Erneuerbare, setzen wir weiter auf Kohle, Öl und Gas.“ Mit Strom aus Sonne und Wind, Wärmepumpen sowie leichten, kleinen und sparsamen E-Autos schaffe man dagegen Unabhängigkeit, Planungssicherheit und Klimaschutz.2025 war der deutsche Erdüberlastungstag schon am 3. Mai. Dass sich der Stichtag in diesem Jahr um eine Woche nach hinten verschoben hat, ist allerdings nicht das Ergebnis eines umweltfreundlicheren Lebensstils, sondern vor allem auf aktualisierte Daten und geänderte Berechnungsmethoden zurückzuführen.dpa/krott