PfadnavigationHomePanoramaLöscharbeiten dauern anWaldbrand in Sperrzone von Tschernobyl tobt weiterStand: 10.05.2026Lesedauer: 2 MinutenWaldbrand in der Sperrzone um das AKW TschernobylQuelle: -/Ukrainian Emergency Service/AP/dpaIn der Sperrzone von Tschernobyl kämpfen Hunderte Einsatzkräfte noch immer gegen einen großflächigen Waldbrand. Ukrainischen Angaben zufolge wurde das Feuer durch russische Drohnen ausgelöst.Hunderte Feuerwehrleute kämpfen weiter gegen einen Waldbrand in der radioaktiv belasteten Sperrzone um das ehemalige Atomkraftwerk Tschernobyl in der Ukraine an. Das nach ukrainischen Angaben durch zwei russische Drohnen am Donnerstag ausgelöste Feuer hat inzwischen mehr als 1.200 Hektar erfasst, wie die Behörden mitteilten. Insgesamt waren 374 Personen an den Löscharbeiten beteiligt.„Die Lage ist vollständig unter Kontrolle“, versicherte der Zivilschutz. Die Agentur Ukrinform berichtete unterdessen, dass von dem Brand keine radioaktive Gefahr ausgehe.Am 26. April 1986 war in der damaligen Sowjetrepublik Ukraine ein Test im AKW Tschernobyl außer Kontrolle geraten, und es trat der größte anzunehmende Unfall (GAU) ein. Nach der Katastrophe wurde wegen der Strahlenbelastung eine Sperrzone von 30 Kilometern eingerichtet. Hunderttausende Menschen wurden aus dem Gebiet evakuiert, das zu großen Teilen weiterhin stark radioaktiv kontaminiert ist. Radioaktive Wolken breiteten sich abgeschwächt bis nach Nord- und Westeuropa aus.Lesen Sie auchDer Verwaltungschef der benachbarten Region Tschernihiw, Wjatscheslaw Tschaus, hatte Moskau am Freitag beschuldigt, für die Drohnenangriffe verantwortlich zu sein und die Löscharbeiten zu behindern. „Der Angreifer verhindert die Löschung des Feuers. Seine Drohnen kreisen ständig über dem Gebiet“, erklärte Tschaus. Er gab die von dem Brand betroffene Fläche sogar mit bis zu 40 Quadratkilometern an.Lesen Sie auchNach Angaben des deutschen Bundesamtes für Strahlenschutz können bei einem Waldbrand rund um Tschernobyl die durch die Atomkatastrophe abgelagerten radioaktiven Stoffe in die Atmosphäre freigesetzt werden, mit dem Rauch aufsteigen und mit den Luftströmungen verbreitet werden. Die Menge und die Aktivität der radioaktiven Stoffe seien in einem solchen Fall aber keinesfalls mit der Atomkatastrophe vor 40 Jahren zu vergleichen. Trotzdem können den Angaben zufolge bei großen Waldbränden radioaktive Stoffe in der Luft auch außerhalb der Sperrzone nachgewiesen werden.Die Ukraine hat Russland wiederholt Angriffe auf Atomanlagen vorgeworfen, darunter auch Tschernobyl. Im vergangenen Jahr wurde die Schutzhülle um das AKW durch eine russische Drohne beschädigt.AFP/dpa/jmr