PfadnavigationHomePanoramaHamado DipamaBR-Rundfunkrat scheitert mit Strafanzeige – Ermittlungen wegen „Apollo News“-Artikel eingestelltVeröffentlicht am 07.05.2026Hamado Dipama (2017 in München)Quelle: picture alliance/ZUMAPRESS.com/Sachelle BabbarEin BR-Rundfunkrat hat wegen angeblicher Verleumdung und Beleidigung Strafanzeige gestellt. Die Polizei ermittelte, doch jetzt hat die Staatsanwaltschaft das Verfahren eingestellt.Die Staatsanwaltschaft München I hat ein Ermittlungsverfahren gegen Unbekannt eingestellt. Das teilte die zuständige Behörde gegenüber WELT auf Nachfrage mit. Hintergrund war eine Strafanzeige des BR-Rundfunkrats Hamado Dipama wegen mutmaßlicher Verleumdung und Beleidigung.„Apollo News“ hatte über Dipama, der seit 2017 dem Rundfunkrat des Bayerischen Rundfunks angehört, einen Bericht verfasst. In dem Text hatte sich das Portal mit öffentlichen Äußerungen Dipamas zur Journalistin Julia Ruhs beschäftigt. Dipama hatte die Entscheidung des Norddeutschen Rundfunks begrüßt, Ruhs nicht als Moderatorin des NDR-Formats „Klar“ einzusetzen. WELT berichtete. Die BR-Folgen von „Klar“ moderiert Ruhs weiterhin.Die Staatsanwaltschaft erklärte WELT dazu: „Die Polizei war von der Staatsanwaltschaft zuletzt beauftragt worden, den Anzeigeerstatter nochmals als Zeugen zu vernehmen, um den Sachverhalt weiter aufzuklären. Unter Berücksichtigung des Ergebnisses der Nachermittlungen konnte eine Straftat nicht mit der erforderlichen Sicherheit nachgewiesen werden.“Lesen Sie auchNach Angaben von „Apollo News“ hatte die Münchner Kriminalpolizei im Zuge der Ermittlungen versucht, die Identität des unter Pseudonym schreibenden Autors zu ermitteln. Chefredakteur Max Mannhart kritisierte das Vorgehen damals als unverhältnismäßig und sprach von einem Eingriff in die Pressefreiheit. Die Redaktion verweigerte die Herausgabe persönlicher Daten des Autors. jm