PfadnavigationHomePolitikDeutschlandStudie des Pestel-Instituts5,1 Millionen Babyboomern droht Rente unter 800 Euro – ein Bundesland trifft es besondersStand: 11.05.2026Lesedauer: 2 MinutenDie Gewerkschaft IG Bau befürchtet eine „massive Wohnarmut“ von Rentnern. „Rund 5,1 Millionen Baby-Boomer werden weniger als 800 Euro pro Monat aus der gesetzlichen Rente bekommen“, sagte IG-Bau-Chef Robert Feiger der Düsseldorfer „Rheinischen Post“.Die IG Bau warnt vor wachsender „Wohnarmut“ im Alter. Laut Gewerkschaftschef Robert Feiger könnten rund 5,1 Millionen Babyboomer später weniger als 800 Euro Rente erhalten.Die Gewerkschaft IG Bau befürchtet eine „massive Wohnarmut“ von Rentnern. „Rund 5,1 Millionen Baby-Boomer werden weniger als 800 Euro pro Monat aus der gesetzlichen Rente bekommen“, sagte IG-Bau-Chef Robert Feiger der Düsseldorfer „Rheinischen Post“. Dies seien rund 40 Prozent der geburtenstarken Jahrgänge, die ab diesem Jahr bis 2036 in Rente gehen werden. Spätestens die Miete dränge einen Großteil von ihnen dann in die „Wohnarmut“. Feiger bezog sich dabei auf eine Berechnung, die das Pestel-Institut im Auftrag der IG Bau durchgeführt hat und der „Rheinischen Post“ vorliegt.Lesen Sie auchWohnarmut bedeutet, dass Menschen nach Abzug der Wohnkosten kaum noch genügend Geld zum Leben haben, wie die IG Bau erläuterte. Am stärksten betroffen wäre laut Pestel-Institut Nordrhein-Westfalen, wo mehr als eine Million Babyboomer in den kommenden zehn Jahren in „Wohnarmut“ rutschen könnten. Schon heute lebten demnach bundesweit mehr als 760.000 Menschen im Alter in Grundsicherung. Ihr Anteil an allen Rentnern betrage damit rund 4,3 Prozent. 2010 seien es noch 2,5 Prozent gewesen, hieß es.Vor diesem Hintergrund bezeichnete IG-Bau-Chef Feiger das bezahlbare Wohnen als „soziale Frage Nummer 1“ und sprach sich für mehr Neubau aus. Mehr Neubau sei „der Schlüssel zum Erfolg für das Ankurbeln der Wirtschaft“. Immobilienexperte Michael Voigtländer vom Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) allerdings sieht noch weitere Schritte nötig, damit die Bautätigkeit anzieht und die Baukosten sinken. Der sogenannte Bau-Turbo der Bundesregierung, der auf schnellere Planungs- und Genehmigungsprozesse abzielt, sei noch nicht der „große Wurf“, sagte er im ARD-„Morgenmagazin“. Voigtländer verwies darauf, dass Kommunen bei der Ausweisung von Bauland auch mit Widerstand von Bürgern rechnen müssten. „Und es gibt viele Umweltauflagen nach wie vor“, fuhr er fort. An „diesen Widerstand, da ist man noch nicht richtig dran gegangen“, sagte er.Zudem brauche es schnell „Klarheit für die Bauwirtschaft“ bei dem von Bau- und Justizministerium geplanten Gebäudetyp E, fuhr Voigtländer fort. Bei diesem Gebäudetyp soll auf Baustandards verzichtet werden, die gesetzlich nicht zwingend sind. epd/AFP/ceb
5,1 Millionen Babyboomern droht Rente unter 800 Euro – ein Bundesland trifft es besonders - WELT
Die IG Bau warnt vor wachsender „Wohnarmut“ im Alter. Laut Gewerkschaftschef Robert Feiger könnten rund 5,1 Millionen Babyboomer später weniger als 800 Euro Rente erhalten.






