PfadnavigationHomeRegionalesMecklenburg-VorpommernWalstrandung rüttelt auf – Meeresschutz rückt in den FokusVeröffentlicht am 07.05.2026Lesedauer: 2 MinutenUmweltminister Tobias Goldschmidt (Grüne) will mehr Schutz für Nord- und Ostsee. (Archivbild)Quelle: Markus Scholz/dpaEin Wal sorgt für Anteilnahme, doch viele Meerestiere leiden unsichtbar. Warum Schleswig-Holstein jetzt auf mehr Meeresschutz drängt.Schleswig-Holsteins Umweltminister Tobias Goldschmidt mahnt nach dem vermeintlichen Rettungsmärchen um den mehrfach an der Ostseeküste gestrandeten Buckelwal mehr Meeresschutz an. «Unseren Meeren geht es schlecht: Temperaturanstieg, Übersäuerung, Lärmbelästigung, Überdüngung, Überfischung und Krach belasten die eigentlich so wundervolle Unterwasserwelt und ihre Bewohner», sagte der Grünen-Politiker der Deutschen Presse-Agentur mit Blick auf die Umweltministerkonferenz in Leipzig.«Am Seehund-Becken oder bei einer ungewöhnlichen Walstrandung zeigt sich die große Empathie, die wir Menschen für unsere Umwelt empfinden können», sagte Goldschmidt. Diese Fürsorge dürfe sich nicht auf einzelne Lebewesen beschränken. «Während viele Menschen in den letzten Wochen mit dem Wal vor Poel mitgefiebert haben, sind still und leise viele namenlose Wale weltweit und auch an den deutschen Küsten ertrunken, haben Hörschäden durch zu viel Unterwasserlärm davon getragen oder Schadstoffe und Mikroplastik in ihren Körpern angereichert und mit der Muttermilch an die Jungtiere weitergegeben.»VorschlägeDas schwarz-grün regierte Schleswig-Holstein legte der Ministerrunde zwei Beschlussvorschläge für einen besseren Schutz von Nord- und Ostsee vor, um Konsequenzen aus der Strandung des Buckelwals zu ziehen. Das Land schlägt mehr und wirksamere Ruhe- und Rückzugsräume in beiden Meeren vor, in denen Arten und Lebensräume ohne direkte Beeinträchtigungen durch menschliche Nutzung erholen können und nicht Gefahr laufen, durch Stellnetze, Speedboote oder Lärm gestört oder gar verletzt oder getötet zu werden.Zudem müsse die grundberührende Fischerei auf größeren Teilen der bereits
Walstrandung rüttelt auf – Meeresschutz rückt in den Fokus - WELT
Ein Wal sorgt für Anteilnahme, doch viele Meerestiere leiden unsichtbar. Warum Schleswig-Holstein jetzt auf mehr Meeresschutz drängt.








