PfadnavigationHomeRegionalesHamburgNeue Fraktion in Hamburg-HarburgAfD-Abgeordnete trotzen Parteiführung und spalten sich abVeröffentlicht am 05.05.2026Lesedauer: 2 MinutenDirk Nockemann (AfD), Landeschef der Hamburger AfDQuelle: picture alliance/dpa/Christian CharisiusDrei mittlerweile fraktionslose AfD-Abgeordnete in Hamburg-Harburg gründen eine eigene Bezirksfraktion – das „Forum Harburg“. Landeschef Nockemann fordert eine Mandatsniederlegung und wittert finanzielle Gründe.In der Hamburger Bezirksversammlung Harburg spitzt sich ein innerparteilicher Machtkampf der AfD weiter zu. Drei fraktionslose AfD-Bezirksabgeordnete haben jetzt die Gründung einer eigenen Bezirksfraktion angekündigt. Die neue Gruppierung soll unter dem Namen „Forum Harburg‑Fraktion“ auftreten. Damit entsteht erstmals eine Parallelfraktion zur offiziellen AfD‑Bezirksfraktion.Lesen Sie auchDie Bezirksversammlung ist das kommunale Parlament eines Hamburger Bezirks, von denen es sieben gibt. Sie entscheidet über lokale Fragen wie Stadtentwicklung, Verkehr, Bauvorhaben oder soziale Infrastruktur und gilt als politische Basisarbeit unterhalb der Landesebene. Gerade hier versucht die AfD bundesweit, kommunalpolitische Verankerung aufzubauen.Zu den Gründern der neuen Fraktion zählen Harald Feineis, Patrick Rogozenski und Adrian Leuser. Feineis und Rogozenski wollen sich nach eigenen Angaben den Vorsitz teilen. Für die Bildung einer Fraktion in der Harburger Bezirksversammlung sind mindestens drei Mitglieder erforderlich – diese Voraussetzung ist nun erfüllt. Mit einer Fraktion sind finanzielle Mittel sowie organisatorische Rechte verbunden, etwa eigene Geschäftsstellen, Personal oder Redezeiten.Lesen Sie auchAus der Landesspitze der AfD kommt scharfer Widerspruch. Landeschef Dirk Nockemann verurteilte das Vorgehen deutlich. Die Gründung einer weiteren Bezirksfraktion von AfD-Abgeordneten sei „ein erheblicher Schaden für unsere Partei“ und entbehre jeder politischen Legitimation. Besonders kritisierte Nockemann Harald Feineis, der in der Vergangenheit durch häufige Abwesenheit in der Bezirksversammlung aufgefallen sei. Dass er nun Mitvorsitzender einer neuen Fraktion werde, „setzt dem Ganzen die Krone auf“, so Nockemann.Der Landesvorstand fordert die drei Bezirksabgeordneten zur sofortigen Niederlegung ihrer Mandate auf. Wer auf dem AfD-Ticket in eine Bezirksversammlung gewählt worden sei, müsse Teil einer AfD-Bezirksfraktion bleiben. Eine Parallelfraktion sei unzulässig, insbesondere dann, wenn der Bruch aus parteiinternen Gründen erfolgt sei. Gegen Adrian Leuser läuft nach Angaben der Partei bereits ein Parteiordnungsverfahren. Weitere Verfahren stellte Nockemann in Aussicht.Die AfD in Harburg ist seit Monaten von internen Konflikten, Austritten und gegenseitigen Vorwürfen geprägt. Bei der Bezirkswahl war die Partei mit sieben Mandaten gestartet, inzwischen ist die offizielle Fraktion auf die Mindestgröße geschrumpft. Mit der Gründung des „Forum Harburg“ droht dem Bezirksparlament nun eine weitere Eskalation – und der AfD ein offener Bruch vor den Augen ihrer Wähler.jlau
Neue Fraktion in Hamburg-Harburg: AfD-Abgeordnete trotzen Parteiführung und spalten sich ab - WELT
Drei mittlerweile fraktionslose AfD-Abgeordnete in Hamburg-Harburg gründen eine eigene Bezirksfraktion – das „Forum Harburg“. Landeschef Nockemann fordert eine Mandatsniederlegung und wittert finanzielle Gründe.






