PfadnavigationHomePolitikAuslandIranWadephul drängt auf Vermittlungslösung – US-Streitkräfte werden „auf dem Friedhof enden“, droht IranVeröffentlicht am 03.05.2026Lesedauer: 2 MinutenDie Lage an der Straße von Hormus bleibt angespannt. Die USA und der Iran blockieren sich gegenseitig: „Beide Seiten gehen davon aus, dass die Gegenseite aus wirtschaftlich-politischen Gründen als erstes einknicken muss“, sagt Nahost-Experte Dr. Hans-Jakob Schindler.Im Konflikt mit dem Iran erhöht Deutschland den Druck: Außenminister Wadephul fordert nach einem Gespräch mit seinem Amtskollegen erneut eine diplomatische Lösung. Gleichzeitig wachsen Zweifel an einem möglichen Friedensplan.Außenminister Johann Wadephul hat mit seinem iranischen Amtskollegen Abbas Araghtschi telefoniert und erneut eine Vermittlungslösung angemahnt. Er unterstrich in einem Post auf der Plattform X anschließend die gemeinsame Haltung Deutschlands und der USA: „Als enger US-Verbündeter teilen wir das gleiche Ziel: Iran muss vollständig und nachprüfbar auf Kernwaffen verzichten und die Straße von Hormus sofort freigeben.“Irans Außenminister Abbas Araghtschi ließ zu dem Telefonat mit dem CDU-Politiker lediglich mitteilen, es seien Gespräche über regionale und internationale Entwicklungen geführt worden.Lesen Sie auchUS-Präsident Donald Trump hatte zuvor die Prüfung eines vom Iran übermittelten Planes für ein Ende des Kriegs angekündigt. Aber er könne sich nicht vorstellen, dass dieser akzeptabel sein werde, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social. Der Iran habe „noch keinen ausreichend hohen Preis für das gezahlt (…), was er der Menschheit und der Welt in den letzten 47 Jahren angetan hat“. Über zwei Monate nach Kriegsbeginn scheint eine Lösung damit weiterhin weit entfernt. Trump warnte, es gebe immer noch die Möglichkeit, den Iran wieder anzugreifen, sollte sich die iranische Führung in seinen Augen falsch verhalten. Ähnliche Drohungen, teils mit deutlich schärferen Worten, hatte der US-Präsident in den vergangenen Wochen immer wieder ausgesprochen. Israelische Medien berichteten am Sonntag, das Militär befinde sich in erhöhter Alarmbereitschaft, in anderen Berichten war allerdings davon die Rede, es werde nicht von neuen militärischen Aktivitäten ausgegangen. Iran nennt erneuten Konflikt „wahrscheinlich“Der Geheimdienst der iranischen Revolutionsgarden erklärte laut einer am Sonntag vom Staatsfernsehen verbreiteten Mitteilung, der Handlungsspielraum der USA habe sich „verringert“. Die Vereinigten Staaten müssten sich nun „entscheiden“. Mohsen Resai, der frühere Oberbefehlshaber der Revolutionsgarden und jetzige Militärberater des neuen obersten Führers Modschtaba Chamenei drohte im Onlinedienst X, die USA müssten sich darauf gefasst machen, ihre Flugzeugträger und Streitkräfte „auf dem Friedhof enden zu sehen“.Irans Vize-Außenminister Kasem Gharibabadi sagte am Samstag, der Ball liege „im Feld der USA“. Washington müsse sich zwischen Diplomatie oder der Fortführung eines „konfliktorientierten Ansatzes“ entscheiden. Der Iran sei zur Sicherung seiner nationalen Interessen „zu beiden Optionen bereit“. Mohammed Dschafar Assadi vom zentralen iranischen Militärkommando Chamat al-Anbija bezeichnete einen erneuten Konflikt mit den USA laut der Nachrichtenagentur Fars als „wahrscheinlich“. dpa/krö