PfadnavigationHomePanoramaBielefeld28-Jährige lag tot in der Kühltruhe – Freund muss in U-HaftVeröffentlicht am 30.04.2026Lesedauer: 3 MinutenEine Polizeiabsperrung vor dem Fenster jener Wohnung, in der eine 28-jährige Bielefelderin tot entdeckt worden war Quelle: Christian Müller/dpaEin Bielefelder suchte seine Schwester und fand sie tot in der Kühltruhe. Nun ist der Fall offenbar gelöst: Der Lebensgefährte der 28-Jährigen sitzt in Haft.Im Fall der in Bielefeld tot in einer Kühltruhe entdeckten jungen Frau hat die Polizei den mutmaßlichen Täter ermittelt und festgenommen. Der 32 Jahre alte Freund der Toten sitze inzwischen in Untersuchungshaft, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit. Er habe die Tat gestanden, hieß es weiter. Den Angaben der Behörden zufolge soll die Beziehung zu dem Opfer von gegenseitiger Gewalt geprägt gewesen sein. Der Deutsche habe die Tat gestanden, sei aber der Ansicht, in einer Situation der Notwehr gehandelt zu haben, hieß es in der Mitteilung. Dem folgte die Staatsanwaltschaft aber offensichtlich nicht: Auf ihren Antrag hin erließ ein Haftrichter einen Untersuchungshaftbefehl wegen Totschlags. Die Tote hatte zahlreiche Verletzungen an Hals und OberkörperAn der Leiche der Toten waren viele Verletzungen an Kopf und Oberkörper festgestellt worden. Die Rechtsmediziner gehen davon aus, dass die Frau entweder erstickte oder durch stumpfe Gewalteinwirkung am Hals ums Leben kam. Zum Tathergang und auch zum Zeitpunkt des Verbrechens machten die Ermittler zunächst keine weiteren Angaben. Der Bruder der Getöteten hatte seine Schwester am 12. April tot in der Tiefkühltruhe ihrer Souterrainwohnung entdeckt und die Polizei alarmiert. Die sofort eingerichtete Mordkommission vermeldete aber lange keine Ermittlungserfolge. Lagerung in Tiefkühltruhe verzögerte ObduktionEin Grund: Der Zustand der tiefgefrorenen Leiche stellte die Rechtsmediziner vor Herausforderungen. Erst vier Tage, nachdem die tiefgefrorene Leiche aus der Truhe geborgen war, konnte die Obduktion stattfinden. Um mögliche Spuren zu erhalten, müsse die Leiche besonders behutsam und langsam wieder auf Temperatur gebracht werden, hatte es geheißen.Lesen Sie auchAuch im Anschluss an die Obduktion wurde die Todesursache zunächst nicht sicher festgestellt, weil sich durch die Lagerung bei Minustemperaturen Veränderungen an den Verletzungen ergeben haben könnten, wie es hieß. Mehrfach hatte die Polizei zudem Bekannte und mögliche Kontaktpersonen des Opfers aufgerufen, sich zu melden, um mehr über das Umfeld der Toten zu erfahren. Auch nach dem Freund der Toten war gesucht worden – anfangs noch ohne dringenden Tatverdacht. Tatverdächtiger wurde am Frankfurter Hauptbahnhof aufgegriffenNun teilten die Behörden mit, dass es bereits kurz nach dem Fund Hinweise zu ihm gegeben habe. So habe man Hinweise darauf erhalten, dass die Beziehung der beiden offenbar problembehaftet gewesen sei, so ein Polizeisprecher. Wie die „Neue Westfälische“ berichtet, spielten dabei offenbar auch Drogen eine Rolle.In den ersten Ermittlungstagen sei es aber nicht gelungen, Kontakt zu dem Freund aufzunehmen und ihn zu befragen. Er habe keinen festen Wohnsitz, hieß es weiter. Bei den weiteren Ermittlungen habe sich der Anfangsverdacht gegen ihn schließlich erhärtet. Intensive Arbeit der Ermittler habe schließlich auf die Spur des Mannes geführt, hieß es nun. Weil er sich mittlerweile in Frankfurt am Main aufhielt, unterstützte die hessische Polizei ihre Kollegen bei der Festnahme. Der Gesuchte sei dann am Dienstagabend am dortigen Hauptbahnhof gefasst und am Folgetag einem Haftrichter vorgeführt worden. Seither sitzt er in Untersuchungshaft.dpa/krott
Bielefeld: 28-Jährige lag tot in der Kühltruhe – Freund muss in U-Haft - WELT
Ein Bielefelder suchte seine Schwester und fand sie tot in der Kühltruhe. Nun ist der Fall offenbar gelöst: Der Lebensgefährte der 28-Jährigen sitzt in Haft.






