PfadnavigationHomePanoramaMordprozess in Rostock„Ich war wahnsinnig stolz auf ihn“ – Fabians Mutter bricht vor Gericht in Tränen ausVeröffentlicht am 30.04.2026Lesedauer: 2 MinutenDie Angeklagte im Fall Fabian (M.), flankiert von ihren Anwälten, im Landgericht RostockQuelle: Bernd Wüstneck/dpaFabians Mutter und die Angeklagte trennen im Rostocker Gerichtssaal nur wenige Meter. Einmal spricht die 31-Jährige die mutmaßliche Mörderin ihres Kindes auch direkt an.Die Mutter des vor rund sechseinhalb Monaten gewaltsam getöteten Fabian hat im Mordprozess gegen die 30-jährige Angeklagte als Zeugin ausgesagt. Dabei beschrieb sie ihren Sohn als liebevoll und aufmerksam. Er sei immer zuverlässig gewesen und habe sich stets rückversichert, ob sein Verhalten in Ordnung sei. „Ich kann einfach nur sagen, dass ich wahnsinnig stolz auf ihn war“, sagte die 31-Jährige unter Tränen.Die des Mordes angeklagte Tatverdächtige ist die Ex-Freundin des Vaters und war dadurch auch mit der Mutter bekannt. Einmal wandte sich Fabians Mutter direkt an die nur wenige Meter entfernt sitzende Angeklagte mit den Worten, dass sie nicht verstehen könne. Daraufhin unterbrach der Richter die Sitzung für zehn Minuten. Die Mutter nannte ihren Sohn durchgängig „Fabi“. Auch die Erzieher hätten über ihren Sohn gesagt, dass er sehr kuschelig gewesen sei. Leute, denen er vertraut habe, habe er immer umarmt.Im Prozess vor dem Rostocker Landgericht soll am heutigen Donnerstag nach Fabians Mutter auch noch der Vater des Jungen aussagen. Die Angeklagte ist die Ex-Freundin des Vaters. Ihr werden Mord aus Heimtücke und niedrigen Beweggründen vorgeworfen. Beziehungsprobleme als Tatmotiv?Ausführlich äußerte sich die Mutter auf Fragen des Richters auch über die Beziehung zu Fabians Vater, von dem sie sich Ende 2018 trennte. Er habe sich liebevoll um Fabian gekümmert. 2021 habe der Vater die Beziehung zur Angeklagten begonnen. Dort hielt sich auch Fabian tageweise auf. Als Fabian einmal gesehen habe, wie der Vater die Freundin geschlagen habe, wollte er nach Angaben der Mutter nicht mehr dorthin. Lesen Sie auchLaut Anklage sollen Beziehungsprobleme zwischen dem Vater und der Angeklagten eine zentrale Rolle für die Tat gespielt haben. Sie hatten demnach bis August 2025 eine etwa vierjährige Beziehung. Die Angeklagte habe ziel- und zweckgerichtet gehandelt, um mit der Tötung des Jungen einen Streitpunkt in der Beziehung zum Vater aus dem Weg zu räumen, hieß es in der Anklage. Der Vater habe die Beziehung nicht fortführen wollen, weil er den Kontakt zu seinem Sohn nicht gefährden wollte. Lesen Sie auchDas achtjährige Kind war am 10. Oktober 2025 verschwunden und vier Tage später an einem Teich bei Klein Upahl, etwa 15 Kilometer südlich von Güstrow, tot gefunden worden. Die Angeklagte, die seit 7. November in Untersuchungshaft sitzt, äußerte sich bislang nicht zu den Vorwürfen.dpa/krott