PfadnavigationHomePanoramaUrteilEr stieß die 16-jährige Liana vor einen Zug – Täter muss in PsychiatrieVeröffentlicht am 29.04.2026Lesedauer: 2 MinutenDer Täter in Handschellen vor GerichtQuelle: Swen Pförtner/dpaEine 16-Jährige wird in Niedersachsen von einem Güterzug erfasst und stirbt. Ein Gericht hat jetzt entschieden, was mit dem Mann aus dem Irak passiert, der das Mädchen in den Tod gestoßen hat.Nach dem Prozess um den tödlichen Stoß gegen die 16-jährige Liana vor einen Güterzug in Niedersachsen muss der Täter in die Psychiatrie. Für den 31-jährigen Iraker Muhammad A. wird die Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus angeordnet. Das teilte der Richter im Landgericht Göttingen mit. Die Staatsanwaltschaft Göttingen geht davon aus, dass A. an einer paranoiden Schizophrenie leidet und nicht schuldfähig ist. Nach Überzeugung des Schwurgerichts hat der Beschuldigte die Jugendliche im Sommer 2025 am Bahnhof von Friedland vor den durchfahrenden Zug gestoßen. Die 16-Jährige erlitt durch den Zusammenprall Verletzungen am Kopf, die sie nach Ermittlerangaben sofort töteten. Trotz der Schuldunfähigkeit sehen die Göttinger Strafverfolger in der Tat vom 11. August 2025 einen heimtückischen Mord. Die am Bahnsteig wartende Jugendliche habe nicht mit einem Angriff rechnen können. Die Staatsanwaltschaft meint zudem, dass von dem Beschuldigten eine Gefahr für die Allgemeinheit ausgeht. Sie strebte daher die Unterbringung an. Die Verteidigung kam nach neun Verhandlungstagen auf ein anderes Ergebnis und plädierte auf Freispruch aus Mangel an Beweisen. Die Nebenklage, die die Mutter der Getöteten vertrat, forderte eine Verurteilung wegen Mordes und sprach sich für einen Wechsel in ein reguläres Strafverfahren aus. Lesen Sie auchBeim Prozessauftakt im Februar hatte sich A. nicht zu den Vorwürfen geäußert. Auf Empfehlung seiner Betreuer verfolgte er die Verhandlung mit angelegten Handschellen. Der 31-Jährige sitzt derzeit im Maßregelvollzug ein.Tat sorgte bundesweit für EntsetzenDer Fall um das Mädchen, das 2022 mit seiner Familie aus der Ukraine nach Deutschland geflüchtet war, sorgte bundesweit für Schlagzeilen. Er beschäftigte schnell auch die Politik, weil der ausreisepflichtige Iraker nach den europäischen Asylregeln eigentlich schon Monate vor der Tat von Deutschland nach Litauen hätte gebracht werden sollen.Lesen Sie auchDie Landesaufnahmebehörde hatte einen Antrag auf Abschiebungshaft gestellt, den das Amtsgericht Hannover aber ablehnte. Am Mittwoch sollte sich der niedersächsische Landtag erneut mit möglichen Konsequenzen befassen. Im September 2025 war Liana unter großer Anteilnahme beigesetzt worden. Familie und Freunde nahmen in Heilbad Heiligenstadt im Nordwesten Thüringens Abschied und erwiesen dem Mädchen bei einer von einem ukrainisch-orthodoxen Geistlichen geleiteten Zeremonie die letzte Ehre.ll mit dpa
Fall Liana: 16-Jährige mit Stoß vor Zug getötet – Täter muss in Psychiatrie - WELT
Eine 16-Jährige wird in Niedersachsen von einem Güterzug erfasst und stirbt. Ein Gericht hat jetzt entschieden, was mit dem Mann aus dem Irak passiert, der das Mädchen in den Tod gestoßen hat.






