PfadnavigationHomeRegionalesHamburgVersuchte FestnahmeNeue Informationen zu Großeinsatz am Regio Klinikum Pinneberg – Fahndung endete in BremenVeröffentlicht am 27.04.2026Lesedauer: 2 MinutenPolizisten während des Einsatzes in Rellingen am vergangenen FreitagQuelle: Bodo Marks/dpaDer Großeinsatz in Schleswig-Holstein am vergangenen Freitag galt mutmaßlich Enkeltrickbetrügern. Drei Tatverdächtige versuchten sich dabei ihrer Festnahme zu entziehen. Ein 17‑Jähriger konnte zunächst fliehen, obwohl er angeschossen worden war.Nach dem Großeinsatz am Regio Klinikum Pinneberg am vergangenen Freitag hat die Polizei weitere Einzelheiten zu dem Einsatz bekannt gegeben. Demnach waren Ermittlungen gegen drei Männer eskaliert, die sich ihrer Festnahme entziehen wollten. Die Tatverdächtigen sollen insbesondere ältere Menschen gewerbsmäßig betrogen haben. Möglicherweise handelt es sich um sogenannte Enkeltrickbetrüger.Lesen Sie auchDie Hamburger Polizisten hatten die Männer gegen 14.30 Uhr in der Gärtnerstraße in Rellingen gestellt. Nach Angaben der Polizei versuchten sich die Männer jedoch der Maßnahme zu entziehen. In der Gärtnerstraße kam es dabei zu einer Flucht, bei der eine Polizeibeamtin von ihrer Schusswaffe Gebrauch machte.Während zwei der drei Tatverdächtigen noch vor Ort festgenommen werden konnten, gelang einem dritten die Flucht. Da nicht ausgeschlossen werden konnte, dass der Flüchtige durch die Schussabgabe verletzt worden war, konzentrierte sich die anschließende Fahndung zunächst auf das nahe gelegene Klinikum Pinneberg. Dort rückte die Polizei mit einem Großaufgebot an.Rund 70 Einsatzkräfte waren zeitweise im Einsatz. Neben der Landespolizei Schleswig-Holstein unterstützten auch die Polizei Hamburg sowie die Kriminalpolizei. Die Beamten setzten einen Polizeihubschrauber, Diensthunde und später sogar eine Drohne ein. Für Patienten, Besucher und Mitarbeitende des Klinikums bedeutete das einen spürbaren Ausnahmezustand, wenngleich die Polizei betonte, dass zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr für die Öffentlichkeit bestanden habe.Lesen Sie auchDa sich der gesuchte Mann nicht im Krankenhaus befand, wurde der Fahndungsschwerpunkt später wieder in den Umkreis des ursprünglichen Einsatzortes verlagert. Erst im weiteren Verlauf der Ermittlungen ergab sich eine neue Spur: Der Flüchtige hatte sich offenbar weit vom Tatort entfernt.Gesuchter in Bremen aufgegriffenWie die Polizeidirektion Bad Segeberg nun mitteilte, konnte der Gesuchte schließlich in Bremen aufgegriffen werden. Bei dem Mann handelt es sich um einen 17‑jährigen Syrer. Er wurde dort in ein Krankenhaus gebracht und ärztlich versorgt. Nach Polizeiangaben erlitt er bei der Schussabgabe eine Verletzung im Schulterbereich.Gegen die drei Tatverdächtigen wird nun wegen gewerbsmäßigen Betrugs zum Nachteil älterer Menschen ermittelt. Zu den genauen Tatumständen machte die Polizei bislang keine weiteren Angaben. Auch ob es sich tatsächlich um Fälle des sogenannten Enkeltricks handelt, ist derzeit Gegenstand der laufenden Ermittlungen.Lesen Sie auchUnabhängig vom Verfahren gegen die Verdächtigen wird auch der Schusswaffengebrauch überprüft. Gegen die Polizeibeamtin, die den Schuss abgegeben hat, wurde – wie in solchen Fällen üblich – ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Dabei soll geklärt werden, ob die Schussabgabe rechtlich zulässig war. Ergebnisse liegen hierzu bislang nicht vor.dfe