PfadnavigationHomeSportFußballDFB PokalStuttgart – Freiburg„Ich mag den eh nicht“ – Selbst die Sieger sind fassungslos über den SchiedsrichterVeröffentlicht am 25.04.2026Lesedauer: 3 MinutenTitelverteidiger VfB Stuttgart steht nach einem 2:1-Sieg nach Verlängerung gegen den SC Freiburg erneut im Finale des DFB-Pokals. Im Berliner Olympiastadion treffen die Schwaben am 23. Mai auf den FC Bayern München.Im Pokalhalbfinale zwischen Stuttgart und Freiburg pfeift Schiedsrichter Welz den Gästen ein Tor weg. Das versteht niemand im Stadion. Nach Abpfiff hagelt es schärfste Kritik am Unparteiischen. Und zwar nicht nur von den Verlierern.Nach dem dramatischen Halbfinal-Aus im DFB-Pokal sorgt ein aberkannter Treffer beim SC Freiburg für reichlich Ärger. Sogar Stürmer Deniz Undav vom siegreichen VfB Stuttgart kritisierte die Schiedsrichter-Entscheidung scharf. „Einen krasseren Fehler, glaube ich, kannst du nicht machen als Schiri. Gut für uns natürlich, aber das darfst du nie und nimmer wegpfeifen“, sagte der Nationalspieler nach dem 2:1 (1:1, 0:1) des Titelverteidigers nach Verlängerung. Auch Stuttgarts Coach Sebastian Hoeneß konnte Freiburgs Frust verstehen. „Die Situation darfst du nicht abpfeifen. Da hätten wir genauso reagiert, wie es die Freiburger getan haben“, meinte er.Was war passiert? Direkt in der ersten Minute der Verlängerung war der Sport-Club vermeintlich in Führung gegangen. Doch noch bevor Lucas Höler den Ball über die Linie geschossen hatte, hatte das Schiedsrichtergespann um Tobias Welz auf Foul gegen VfB-Abwehrchef Jeff Chabot entschieden.„Ich versuche einfach nur, meinen Körper reinzustellen. Für mich ist es absolut kein Foulspiel“, sagte Höler bei Sky. Er hatte sofort nach der Szene Kontakt mit Schiedsrichter Welz. „Ich habe ihm gesagt, dass es eine Frechheit ist, das wegzupfeifen. Und er hat gesagt, dass es eine glasklare Entscheidung ist“, berichtete Höler. Welz habe nicht mit sich reden lassen. „Also ich weiß nicht, was er in dieser Szene gesehen hat“, sagte der Freiburger Stürmer.„Dann muss ich hier und heute meine Karriere beenden“„Wenn das ein Foul ist, dann muss ich, glaube ich, hier und heute meine Karriere beenden, weil das ist wirklich gar nichts“, schimpfte Freiburgs Kapitän Christian Günter: „Der läuft gegen einen 1,95-Mann, der fliegt einfach hin, und es ist niemals ein Foul.“ Auch Freiburgs Trainer Julian Schuster hatte ein „reguläres“ Tor erkannt.Lesen Sie auchDie Badener fühlten sich gleich in mehreren Szenen benachteiligt. Schon in der ersten Hälfte hatten sie nach einem Kontakt von Angelo Stiller im Zweikampf mit Maximilian Eggestein einen Elfmeter gefordert. Zudem ärgerte Linksverteidiger Günter, dass der Schiedsrichter in der Verlängerung bereits nach gut zwei statt der angezeigten drei Minuten Nachspielzeit abpfiff. „Wir wollen auch keine schlechten Verlierer sein“, betonte Günter.Ein Podcast, ein Champion, ein Rätsel – wer ist der Gast? Raten Sie mit: Abonnieren Sie WELTMeister bei Spotify oder Apple Podcasts.Undav übte nach Spielende grundsätzliche Kritik an Schiedsrichter Welz, der seiner Meinung nach kein Fingerspitzengefühl für das emotionale Baden-Württemberg-Halbfinale gehabt habe. „Er hat das Spiel heute nicht richtig gut kontrollieren können. Er hat zu viele Gelbe Karten gegeben. Am Anfang vor allem irgendwelche Fouls gepfiffen, die keine Fouls waren“, sagte der Torschütze zum zwischenzeitlichen 1:1.„Man kann auch nicht mit ihm reden“, sagte Undav über den Unparteiischen: „Ich mag den eh nicht. Wir hatten schon mal ein Problem.“dpa/SUF