PfadnavigationHomeRegionalesHamburgOrganisierte KriminalitätUnmittelbar bevorstehendes Drogengeschäft – Hamburger Fahnder nehmen zwei Dealer festVeröffentlicht am 23.04.2026Lesedauer: 2 MinutenKokainziegel in einem Koffer (Symbolfoto)Quelle: Zoll Nürnberg/aro sabDie Ermittler waren einem 43-Jährigen bereits seit Längerem auf der Spur. Als sie den Verdächtigen in Oststeinbek festnahmen, stießen sie auf Hinweise zu einem weiteren Mann in Hamburg-Bramfeld. Dort fanden die Beamten Bargeld, Drogen und mehrere Waffen.Im Zuge von Ermittlungen wegen des Verdachts des Kokainhandels hat das Hamburger Drogendezernat einen 43 Jahre alten Mann in Oststeinbek bei Hamburg festgenommen. Nach Angaben der Polizei soll der deutsche Staatsangehörige bereits im Frühjahr des vergangenen Jahres mindestens zwei Kilogramm Kokain von einem Dealer erworben haben – mutmaßlich, um die Drogen anschließend weiterzuverkaufen.Lesen Sie auchDie Festnahme erfolgte am Dienstagnachmittag gegen 16 Uhr an der Wohnanschrift des Verdächtigen in Schleswig-Holstein. Grundlage war ein Haftbefehl, den die Staatsanwaltschaft Hamburg bei einem Amtsgericht erwirkt hatte. Vollstreckt wurde er von Beamten des Landeskriminalamts, unterstützt von Zivilfahndern aus Wandsbek sowie zwei Diensthundeführern.Nach Angaben der Polizei war der 43-Jährige im Rahmen „intensiver Ermittlungen“ ins Visier des Hamburger Drogendezernats geraten. Als die Einsatzkräfte an seiner Wohnanschrift zugriffen, trafen sie den Mann an und nahmen ihn fest. Im Anschluss wurde er dem Untersuchungsgefängnis zugeführt. Bei der Durchsuchung seiner Wohnung stellten die Ermittler zudem weitere Beweismittel sicher. Zu deren genauer Art machte die Polizei zunächst keine Angaben.Lesen Sie auchBrisant wurde der Einsatz jedoch offenbar erst im weiteren Verlauf. Während der polizeilichen Maßnahmen ergaben sich laut Polizei Hinweise auf einen bis dahin unbekannten Mann – und auf ein mutmaßlich unmittelbar bevorstehendes Drogengeschäft. Daraufhin rückten die Beamten zu einer weiteren Adresse aus: der Wohnanschrift eines ebenfalls 43-jährigen Deutschen in Hamburg-Bramfeld.Mehrere tausend Euro BargeldDort nahmen die Polizisten den Mann vorläufig fest. Bei der anschließenden Durchsuchung fanden die Fahnder mehrere tausend Euro Bargeld, das nach Einschätzung der Ermittler mutmaßlich aus Drogengeschäften stammen könnte. Außerdem stellten sie verschiedene Rausch- und Betäubungsmittel sicher. Darunter befanden sich nach Polizeiangaben auch knapp 400 Gramm Marihuana. Hinzu kamen mehrere Waffen beziehungsweise gefährliche Gegenstände: ein Elektroschockgerät, ein Schlagring, ein Schlagstock und Pfefferspray.Trotz dieser Funde wurde der Mann aus Bramfeld nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen zunächst wieder entlassen. Warum gegen ihn zunächst kein Haftbefehl vollstreckt wurde, teilte die Polizei nicht mit. Möglich ist, dass die bisherigen Erkenntnisse für einen weitergehenden Freiheitsentzug noch nicht ausreichten oder weitere rechtliche Prüfungen notwendig sind.Lesen Sie auchDie Ermittlungen dauern an. Die Beamten des Hamburger Drogendezernats dürften nun insbesondere der Frage nachgehen, welche Rolle der in Bramfeld vorläufig festgenommene Mann in dem mutmaßlichen Drogennetzwerk spielte – und ob es weitere Beteiligte gibt. Ebenso dürfte zu klären sein, woher das Kokain stammte, das der nun inhaftierte 43-Jährige nach bisherigem Ermittlungsstand in kilogrammweiser Menge erworben haben soll.dfe