PfadnavigationHomePanoramaNotrutsche ausgelöstAbschiebehäftling randaliert in Flieger am BER – Alle Passagiere müssen Flugzeug verlassenVeröffentlicht am 23.04.2026Lesedauer: 2 MinutenIn einem Flugzeug am Berliner Hauptstadtflughafen BER ist es zu einem Vorfall mit einem Abschiebehäftling gekommen. Zufällig mit an Bord: WELT-Reporter Marco Reinke, der auf dem Weg zum EU-Gipfel auf Zypern war und dafür über Wien reisen wollte.Am Flughafen Berlin-Brandenburg musste am Donnerstagmorgen eine Maschine nach Wien geräumt werden, nachdem ein Mann sich an Bord seiner Abschiebung widersetzte. Bei dem Vorfall wurde sogar die Notrutsche ausgelöst.In einem Flugzeug am Berliner Hauptstadtflughafen BER ist es zu einem Vorfall mit einem Abschiebehäftling gekommen. Zufällig mit an Bord: WELT-Reporter Marco Reinke, der auf dem Weg zum EU-Gipfel auf Zypern war und dafür über Wien reisen wollte. „Eigentlich hätte ich nach Wien fliegen sollen, doch an Bord des Fliegers hat ein Flüchtling, der abgeschoben werden sollte, begonnen, in den hinteren Reihen zu randalieren“, so Reinke, der von einer Durchsage des Piloten berichtete.Mitreisende Polizisten hätten den Mann daraufhin aus dem Flugzeug bringen wollen. Beim Öffnen der Tür sei dann allerdings die Notrutsche ausgelöst worden. „Am Ende mussten wir alle wieder aussteigen“, berichtete Reinke. Denn es sei zunächst unklar gewesen, ob der A320 ohne funktionierende Notrutsche überhaupt starten könne.Lesen Sie auchEine Sprecherin von Austrian Airlines bestätigte den Vorfall. Der Passagier habe sich lautstark bemerkbar gemacht, weshalb beschlossen worden sei, dass er aussteigen müsse. Leider sei die Tür geöffnet worden, obwohl die Notrutsche aktiviert gewesen sei.Auf der Fluginformationsseite des BER war zu sehen, dass der Flug eigentlich um 7.00 Uhr in Richtung Wien starten sollte. Nach Angaben einer Sprecherin der Airline wurde der Flug mit zweieinhalb Stunden Verspätung in Wien erwartet.Viele Abschiebungen scheitern – Gründe sind vielfältigIm Vorjahr wurden 22.787 Menschen aus Deutschland abgeschoben, davon 19.987 über den Luftweg. Im vergangenen Jahr wurden allerdings auch 1.593 Abschiebungen mit Beteiligung der Bundespolizei abgebrochen, wie aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage mehrerer Linken-Abgeordneter hervorgeht.Lesen Sie auchDie Gründe waren demnach etwa medizinische Notfälle, aktiver und passiver Widerstand, fehlendes Personal oder Dokumente sowie Selbstverletzung oder entsprechende Versuche. Auch die Ablehnung der Übernahme durch die Bundespolizei oder Gründe im Zusammenhang mit dem Flug selbst werden genannt. dpa/kaha