PfadnavigationHomeNewstickerDPAInfolineWirtschaft (DPA)Hessens Chemie schrumpft - Produktion ein Drittel unter 2021Veröffentlicht am 22.04.2026Lesedauer: 2 MinutenIndustriepark Höchst in Frankfurt: Die Chemiebranche steht unter Druck. (Archivbild)Quelle: Andreas Arnold/dpaTeure Energie, Iran-Krieg und schwache Wirtschaft: Hessens Chemiebranche kämpft mit Einbußen. Die Aussichten bleiben trüb. Besser sieht es für die Pharmabranche aus.Die hessische Chemieindustrie erwartet nach einem schwierigen Jahr 2025 neue Rückschläge durch den Nahost-Krieg. Eine Mehrheit der Unternehmen rechne in den kommenden Monaten mit Stagnation oder sinkenden Geschäften, berichteten der Branchenverband VCI Hessen und der Arbeitgeberverband HessenChemie in Frankfurt. «Der Irankrieg und die deutlich gestiegenen Energie- und Rohstoffkosten belasten das Chemiegeschäft zusätzlich.»In einer Verbandsumfrage rechneten 80 Prozent der Firmen mit stagnierender oder sinkender Produktion, 72 Prozent erwarteten rückläufige Umsätze, und 92 Prozent sahen keine Verbesserung ihrer Gewinne. Gut die Hälfte (58 Prozent) erwartete rückläufige Investitionen am Standort Hessen.Die Chemie leidet seit Jahren unter teurer Energie, Überkapazitäten am Weltmarkt und der schwachen Wirtschaft. Die Branche, die viel Gas und Öl verbraucht, ist vom Anstieg der Energiepreise wegen des Iran-Kriegs besonders betroffen. Öl und Gas spielen in der Chemie zudem eine zentrale Rolle als Ausgangsstoffe etwa für Kunststoffe, Dünger, Medikamente, Lösungsmittel und Kosmetika.Pharma wächst, Chemie stark DruckDie chemisch-pharmazeutische Industrie in Hessen, mit gut 55.000