PfadnavigationHomeRegionalesSachsen-AnhaltCDU-Fraktion zieht Konsequenzen nach Räuscher-AussageVeröffentlicht am 21.04.2026«Na klar ist das rufschädigend», sagt CDU-Fraktionschef Guido Heuer über den Post des CDU-Politikers Alexander Räuscher. (Archivbild) Quelle: Klaus-Dietmar Gabbert/dpaSein umstrittener Post zur SPD hat Folgen für den CDU-Landtagsabgeordneten Alexander Räuscher: Der Politiker wird im Parlament nun nicht zum Jagdgesetz sprechen.Nach einer verbalen Entgleisung ihres Landtagsabgeordneten Alexander Räuscher hat die CDU-Fraktion weitere Konsequenzen gezogen. Räuscher werde in dieser Woche im Parlament zum Jagdgesetz keinen Redebeitrag halten, sagte CDU-Fraktionschef Guido Heuer in Magdeburg.Räuscher ist jagd- und wolfspolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion. Mit einem verunglimpfenden Post hatte er die SPD in Sachsen-Anhalt zuletzt verärgert. Räuscher soll auf der Plattform «X» geschrieben haben, die SPD sehe sich «als xxxAP Arbeiterpartei». Mit der verfremdeten Abkürzung spielte Räuscher auf die NSDAP an. Der CDU-Politiker löschte den Post später und bat um Entschuldigung.CDU-Fraktionschef Heuer distanzierte sich erneut von Räuschers Äußerung und sagte auf Nachfrage von Journalisten: «Na klar ist das rufschädigend.» Die Äußerung Räuschers sei «völlig daneben». Der Abgeordnete betreibe seine Accounts in den sozialen Medien eigenverantwortlich.Dies war nicht der erste umstrittene Vorfall: Im Oktober 2024 hatte Räuscher bereits mit einem Patronen-Foto für Empörung gesorgt. Er veröffentlichte als Antwort auf einen Grünen-Politiker ein Foto mit Patronen, Tabletten und einem Geldstück mit den Worten: «Ich bin Konservativer, entsprechend die Behandlungsmethoden zur Auswahl». Nach heftiger Kritik und einer Sondersitzung der CDU-Landtagsfraktion hatte Räuscher seine Funktion als jagd- und wolfspolitischer Sprecher damals zeitweise abgeben müssen.dpa-infocom GmbH