Noch kommt der Frührentner flott die Treppen hoch, hat kein Problem damit, nach der Radtour in die Badewanne zu steigen – und plant schon den nächsten Trip mit dem Wohnmobil durch Südfrankreich. Wer fit und agil ist, schiebt den Gedanken an Alter und Gebrechlichkeit in der Regel weit von sich. „Die meisten melden sich erst bei uns, wenn der Notfall eingetreten ist“, sagt Petra Ruß, Leiterin der Landesberatungsstelle Barrierefrei Bauen und Wohnen in Mainz. Dabei sei es wichtig, sich schon frühzeitig mit der späteren persönlichen Wohnsituation zu beschäftigen. Ruß ist Architektin, 16 weitere gehören zu ihrem Team. Sie versuchen auch in Onlinevorträgen, Verbraucher für das Thema Wohnen im Alter zu sensibilisieren, damit bei energetischen Sanierungen oder anderen Arbeiten am Haus das Thema Barrierefreiheit gleich mitgedacht wird.