PfadnavigationHomePolitikAuslandKanzler-Messerundgang„Das haben wir noch nie erlebt“ – Merz lässt Präsident Lula allein zurückVeröffentlicht am 21.04.2026Lesedauer: 2 MinutenBeim Regierungstreffen zwischen Deutschland und Brasilien in Hannover betonen Bundeskanzler Merz und Präsident Lula da Silva die Bedeutung der strategischen Partnerschaft. Ziel ist eine engere wirtschaftliche Zusammenarbeit, besonders nach Inkrafttreten des Mercosur-Abkommens.Ein ungewöhnlicher Auftakt auf der Hannover-Messe: Bundeskanzler Friedrich Merz und Brasiliens Präsident Lula da Silva trennen sich früh beim gemeinsamen Rundgang. Polizei und Organisatoren reagieren überrascht.Der traditionelle Rundgang des Kanzlers auf der Hannover-Messe ist anders als geplant verlaufen: Friedrich Merz (CDU) und Brasiliens Präsident Luiz Inácio Lula da Silva sind getrennt über das Gelände gegangen. Bereits kurz nach dem Eröffnungsstatement am Stand des Partnerlandes Brasilien trennten sich die beiden. Während sich Lula weitere Stände brasilianischer Aussteller anschaute, zog Merz ohne ihn weiter. Polizei und Verantwortliche der Messe zeigten sich überrascht: „Das haben wir noch nie erlebt“, hieß es. Merz absolvierte seinen Rundgang dann ohne den Staatsgast aus Brasilien. Eigentlich war geplant, dass die beiden Politiker den Rundgang gemeinsam absolvieren. Auch das gemeinsame Abschlussstatement fiel aus.Lesen Sie auchPräsident Lula blieb derweil bei den brasilianischen Ständen, wie ein Reporter der Deutschen Presse-Agentur berichtete. Zu den Gründen machte die Messe auf Anfrage zunächst keine Angaben.Aus deutschen Regierungskreisen hieß es, beide Seiten hätten sich einvernehmlich für weitgehend getrennte Besuche an unterschiedlichen Messeständen entschieden. Der Grund dafür sei, dass sich der Beginn des Programms „wegen einer Verzögerung der brasilianischen Delegation“ verschoben habe. Um möglichst viele Firmen abdecken zu können, hätten sich die beiden aufgeteilt. „So konnte das Programm bestmöglich absolviert werden.“Vor der Eröffnung der Hannover-Messe hatte sich Friedrich Merz für weltweiten Freihandel ausgesprochen. Wenn am 1. Mai das Mercosur-EU-Freihandelsabkommen in Kraft trete, sei dies ein Signal, „dass wir an der multilateralen Ordnung festhalten, dass wir eine regelbasierte Wirtschaftsordnung wollen, dass wir diese Zusammenarbeit auch mit möglichst wenig, am besten keinen Zöllen wollen“, sagte Merz in Hannover. „Das ist das Signal, das von Hannover ausgehen soll“, fügte Merz hinzu.dpa/nw