PfadnavigationHomeNewstickerDPAInfolinenetzweltGründerbranche fordert mehr Reformtempo von ReicheVeröffentlicht am 20.04.2026Lesedauer: 2 MinutenDie Chefin des Startup-Verbands, Verena Pausder, fordert von der Bundesregierung eine ganzheitliche Start-up-Förderung. (Archivbild)Quelle: Marijan Murat/dpaDie deutsche Start-up-Branche ist deutlich gewachsen, aber Schwierigkeiten bleiben - etwa der Mangel an Wagniskapital. Nun fordert die Branche Wirtschaftsministerin Reiche zum Handeln auf.Die deutsche Gründerbranche zieht knapp ein Jahr nach Antritt der Bundesregierung eine kritische Zwischenbilanz zu deren Start-up-Politik. Auf sechs zentralen Feldern fordert der Startup-Verband mehr Reformtempo und nimmt Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) in die Pflicht.«Wir brauchen trotz einzelner guter Ansätze und Maßnahmen mehr Schlagkraft, um den Innovations- und Wirtschaftsstandort Deutschland zukunftsfähig zu machen», sagt die Vorstandsvorsitzende des Deutschen Startup-Verbands, Verena Pausder, zu der Bestandsaufnahme, die der dpa vorliegt.Im Koalitionsvertrag habe die Bundesregierung zwar die Bedeutung von Wachstumsfirmen erkannt und sich ambitionierte Ziele gesetzt. Das zeige sich etwa an der Aussage, dass Start-ups «die Hidden Champions und Dax-Konzerne von morgen» seien. Doch trotz einzelner Lichtblicke, darunter die beschlossene Hightech-Agenda Deutschland und neue Finanzierungsvehikel im «Deutschlandfonds», fehle es an einem Gesamtkonzept. An die von Reiche «bereits Mitte Mai 2025» angekündigte Startup- & Scaleup-Strategie, die noch nicht final vorliegt, knüpfe man hohe Erwartungen, betont Pausder.Das Bundeswirtschaftsministerium teilte mit, ein erster Entwurf für die Startup- und Scaleup-Strategie befinde sich derzeit in der Ressortabstimmung.Zentrale Vorhaben in GefahrSPD und Union haben sich im Koalitionsvertrag darauf geeinigt, die Bedingungen zur Mobilisierung von Wagniskapital zu verbessern. Unter anderem sollen sich die Investitionen von großen Geldgebern mit der WIN-Initiative der Förderbank KfW mehr als verdoppeln. Nach Ansicht von Experten hakt es dabei aber. Auch Pausder sieht Handlungsbedarf. Die WIN-Initiative müsse «hohe Priorität» haben. Anderenfalls laufe die Bundesregierung Gefahr, das eigene Ziel zu verfehlen, bis 2030 rund 25 Milliarden Euro von Großanlegern für Wagniskapital zu mobilisieren.Auch das Vorhaben der Koalition, Unternehmensgründungen binnen