PfadnavigationHomePolitikDeutschlandSieg in der UckermarkCDU-Landrätin Dörk verteidigt Amt gegen AfD in BrandenburgVeröffentlicht am 20.04.2026Lesedauer: 3 MinutenKarina Dörk konnte sich bei der Landratswahl in der Uckermark durchsetzenQuelle: Monika Wendel/dpaBei der Landratswahl in der Uckermark setzt sich die Amtsinhaberin Karina Dörk von der CDU durch. Ihr AfD-Kontrahent Felix Teichner räumte seine Niederlage ein. Die Landrätin habe „in den letzten acht Jahren nicht alles falsch gemacht“.Die CDU-Politikerin Karina Dörk hat sich bei der Landratswahl in der Uckermark in Brandenburg gegen den AfD-Bewerber durchgesetzt. Die Alternative für Deutschland (AfD) wollte zum ersten Mal einen Landrat in dem Bundesland stellen. Doch die 61-jährige Amtsinhaberin Dörk kam nach der Auszählung fast aller Stimmen am Abend auf knapp 60 Prozent. Der 35 Jahre alte AfD-Politiker und Landtagsabgeordnete Felix Teichner erreichte um die 40 Prozent der Stimmen. Deutschlandweit gibt es seit 2023 nur im thüringischen Sonneberg einen Landrat der AfD. Zum Wahlausgang sagte der AfD-Politiker Teichner: „Das Ergebnis respektiere ich.“ Der Amtsbonus der Landrätin sei nicht zu unterschätzen. „Sie hat auch in den letzten acht Jahren nicht alles falsch gemacht.“ Teichner gratulierte Dörk vor Ort. Noch im Wahlkampf hatte sie ihrem Kontrahenten wegen eines Wahlplakats, das sie auf einem KI-Bild mit Merkel-Raute zeigte, den Handschlag verweigert. Altkanzlerin Angela Merkel (CDU) besitzt in der Uckermark ein Haus.Geschadet haben könnte Teichner auch die Vereinnahmung des Volksmusikers Heino. In einem Beitrag in den sozialen Medien schrieb der AfD-Politiker: „Am Sonntag würde Heino Felix wählen.“ Der Sänger verklagt den AfD-Mann nun auf 250.000 Euro Schmerzensgeld.Lesen Sie auchDörk bekam für die Wahl auch die Unterstützung der SPD sowie anderer Parteien. Die Verwaltungschefin wurde vor kurzem erst zur neuen Präsidentin des Landkreistages Brandenburg gewählt. Die CDU Brandenburg teilte mit: „Dieses starke Ergebnis ist vor allem Ausdruck des großen Vertrauens, das sich Karina Dörk in den vergangenen acht Jahren als Landrätin erarbeitet hat.“ Der Grünen-Bundestagsabgeordnete Michael Kellner, der seinen Wahlkreis in der Uckermark hat, nahm den Wahlsieg Dörks erleichtert auf, wie er sagte.Lesen Sie auchDie 61-Jährige ist seit acht Jahren Landrätin in der Uckermark. Sie hat sich auch über die Region hinaus eine gewisse Bekanntheit erarbeitet, indem sie außenpolitisch auf Distanz zur Bundes-CDU ging. In ihrem Landkreis liegt die PCK-Raffinerie, die bis zum Ukraine-Krieg russisches Pipeline-Öl verarbeitete. Sanktionen gegen Russland bewertete sie ebenso kritisch wie Waffenlieferungen an die Ukraine. 2024 unterzeichnete sie einen offenen Brief, in dem Kommunalpolitiker Verhandlungen mit Russland forderten.Stichwahl in Barnim: SPD gegen AfDAuch im Nachbarlandkreis Barnim stand eine Landratswahl an – allerdings zunächst die erste Runde. Weil keiner der vier angetretenen Kandidaten die nötige Stimmenmehrheit erhielt, muss SPD-Landrat Daniel Kurth in einer Stichwahl gegen AfD-Bewerber Matthäus Mikolaszek antreten.Nach dem vorläufigen Ergebnis vom Abend lag Amtsinhaber Kurth mit 40,9 Prozent vorne. Auf Platz zwei folgte Mikolaszek mit 30 Prozent. Der CDU-Kandidat Daniel Sauer, der auch von BVB/Freie Wähler und der FDP unterstützt wurde, erzielte 20,1 Prozent der Stimmen. Der parteilose Bewerber Andreas Bergener kam auf 9 Prozent. Wahlberechtigt waren 163.000 Bürgerinnen und Bürger ab 16 Jahren. Die Beteiligung lag bei 47,7 Prozent.dpa/doli/sebe