PfadnavigationHomeRegionalesHessenSchwache Zustimmung trotz Rückenstärkung für MansooriVeröffentlicht am 18.04.2026Lesedauer: 4 MinutenMansoori erhält Rückendeckung seiner Parteifreunde.Quelle: Swen Pförtner/dpaZwei Entlassungen von Staatssekretären im SPD-geführten Wirtschaftsministerium haben die Partei aufgewühlt. Auf dem Landesparteitag stellt sie sich hinter Mansoori - allerdings nicht geschlossen.Die hessische SPD hat Wirtschaftsminister Kaweh Mansoori nach der Entlassung von Ex-Wirtschaftsstaatssekretär Umut Sönmez (beide SPD) demonstrativ den Rücken gestärkt. Auf dem SPD-Landesparteitag im nordhessischen Baunatal erhielt Mansoori, der die Entscheidung verteidigte, viel Applaus - musste sich allerdings bei seiner Wiederwahl zum stellvertretenden SPD-Landesvorsitzenden mit einer mauen Zustimmung von 62,7 Prozent zufriedengeben. Als Landesvorsitzenden bestätigten die knapp 300 anwesenden Delegierten auf dem Treffen Sören Bartol mit gut 76 Prozent.Welche Hintergründe hat die Entlassung von Sönmez?Hintergrund der Entlassung ist ein Ermittlungsverfahren wegen des Anfangsverdachts der sexuellen Belästigung gegen Sönmez. Die Staatsanwaltschaft Wiesbaden hatte kürzlich bestätigt, dass sie gegen Sönmez nach der Strafanzeige einer Frau «ein förmliches Ermittlungsverfahren wegen des Anfangsverdachts einer sexuellen Belästigung nach Paragraf 184 i, Absatz 1 des Strafgesetzbuchs» führe. Bei der Behörde sei eine entsprechende Strafanzeige einer Frau eingegangen, die diese zuvor bei der Polizei erstattet habe. Zu der Identität der Frau und ihren Vorwürfen im Detail hatte ein Sprecher der Behörde keine Angaben gemacht. Sönmez werde rechtliches Gehör gewährt. Dieser hat die Vorwürfe zurückgewiesen. Es gilt die Unschuldsvermutung.Wie argumentiert Mansoori?Der Wirtschaftsminister verteidigte die Entlassung – auch wenn er sich und der Partei «die letzten Tage gerne erspart hätte», wie er bekannte. «Auch wenn ich nicht daran schuld bin, was die letzten Tage passiert ist: Ich trage die Verantwortung.» Er wolle dafür eintreten, «dass unsere Werte gelebt werden und dass das Konsequenzen hat.»Es gab bereits Querelen an der Ministeriumsspitze - inwiefern?Bereits im Juli 2024 hatte Mansoori seine damalige Staatssekretärin Lamia Messari-Becker entlassen und dies mit einem «nicht hinnehmbaren Fehlverhalten» im Privatleben begründet, ohne dies öffentlich zu erläutern. Danach hatte sich auch ein Untersuchungsausschuss mit der Affäre befasst.
Schwache Zustimmung trotz Rückenstärkung für Mansoori - WELT
Zwei Entlassungen von Staatssekretären im SPD-geführten Wirtschaftsministerium haben die Partei aufgewühlt. Auf dem Landesparteitag stellt sie sich hinter Mansoori - allerdings nicht geschlossen.








