PfadnavigationHomePolitikDeutschlandMigrationDobrindt will Grenzkontrollen verlängern, erwartet aber keine steigenden FluchtbewegungenVeröffentlicht am 18.04.2026Lesedauer: 2 MinutenMarkus Frohnmaier, AfD-Spitzenkandidat für die Landtagswahl in Baden-Württemberg, wirbt für einen differenzierten Blick auf den Iran-Krieg. Es sei jedoch im deutschen Interesse, dass es zu keinen neuen Fluchtbewegungen kommt und Handelswege frei bleiben.Trotz des Iran-Kriegs sieht Innenminister Dobrindt derzeit keinen steigenden Migrationsdruck auf Deutschland. Zugleich hält er sich eine Verlängerung der Grenzkontrollen offen – und setzt weiter auf Abschiebungen von Straftätern.Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) erwartet aufgrund des Iran-Kriegs keine verstärkten Fluchtbewegungen Richtung Deutschland, hält sich aber eine Verlängerung der Binnengrenzkontrollen ab September offen. „Aktuell sehen wir keinen erhöhten Migrationsdruck“, sagte Dobrindt der „Rheinischen Post“. „Wir haben einen sehr genauen Blick auf die Migrationsbewegungen, beispielsweise im Iran und im Libanon.“ Derzeit gebe es eine verstärkte Binnenmigration in beiden vom Krieg betroffenen Ländern, sagte Dobrindt, „aber wir erkennen noch keinen Druck auf die türkische Grenze“. Dies wäre der erste Indikator für eine Migrationsbewegung weiter nach Europa. „Vorsorgemaßnahmen werden aber auf europäischer Ebene vorbereitet“.Lesen Sie auchDie Frage einer Verlängerung der Grenzkontrollen hänge nicht ausschließlich von der Lage in Deutschland ab, betonte der Innenminister. Zunächst müsse das Gemeinsame Europäische Asylsystem GEAS funktionsfähig sein. Auch spielten „die internationale Lage und mögliche Auswirkungen dabei eine große Rolle“. GEAS, die bislang umfangreichste Reform des europäischen Asylrechts, soll am 12. Juni in Kraft treten.Lesen Sie auchAn Abschiebungen von Straftätern nach Syrien und Afghanistan will Dobrindt festhalten. „Abschiebungen von Straftätern sind zwingend notwendig. Wir haben mit Afghanistan ein funktionierendes System etabliert, das zu fast wöchentlichen Abschiebungen von Straftätern führt.“ Die Betroffenen würden „direkt an den Gefängnistoren abgeholt, in Abschiebehaft gebracht und innerhalb weniger Tage in Vereinbarung mit den verantwortlichen afghanischen Stellen nach Kabul zurückgeführt“. Kein anderes europäisches Land sei zurzeit zu Abschiebungen nach Afghanistan in der Lage.AFP/krö
Migration: Dobrindt will Grenzkontrollen verlängern, erwartet aber keine steigenden Fluchtbewegungen - WELT
Trotz des Iran-Kriegs sieht Innenminister Dobrindt derzeit keinen steigenden Migrationsdruck auf Deutschland. Zugleich hält er sich eine Verlängerung der Grenzkontrollen offen – und setzt weiter auf Abschiebungen von Straftätern.






