PfadnavigationHomePolitikDeutschlandYasmin FahimiDGB-Chefin sieht Regierungsmanagement auf Niveau von Schulprojekten – „So viel Unprofessionalität“Veröffentlicht am 17.04.2026DGB-Chefin Yasmin FahimiQuelle: Bernd von Jutrczenka/dpaHarte Kritik von der DGB-Chefin Fahimi an der Regierung: Einigen Politikern fehle es an Erfahrungen in Verhandlungsführung oder im strategischen Denken. Als Beispiel nennt sie die Attacken von Wirtschaftsministerin Reiche auf Finanzminister Klingbeil.DGB-Chefin Yasmin Fahimi hat der Bundesregierung ein verheerendes Zeugnis für deren Politikmanagement ausgestellt. „Über so viel Unprofessionalität kann man sich manchmal nur wundern“, sagte die Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes der „Augsburger Allgemeinen“. Das Regierungsmanagement erinnere bisweilen an das Niveau von Schulprojekten. „Die Bundesregierung hat offensichtlich jenseits aller Sachfragen ein Management-Problem“, so Fahimi. Einigen Politikern fehle es offenbar an Erfahrung in der Organisation von Prozessen, in der Schaffung von Vertrauen, in der Verhandlungsführung oder im strategischen Denken.Als Beispiel nannte Fahimi die Attacken von Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) auf Finanzminister Lars Klingbeil (SPD). „Katherina Reiche ist mit Sicherheit keine Vertreterin der sozialen Marktwirtschaft“, kritisierte die frühere SPD-Generalsekretärin. „Dazu hat sie sich in ihrer bisherigen Amtszeit als Bundeswirtschaftsministerin zu häufig für einen sozialen Kahlschlag ausgesprochen“, fügte sie hinzu.Lesen Sie auchMassive Kritik äußerte die DGB-Chefin an angeblichen Überlegungen, den Tag der Arbeit als gesetzlichen Feiertag infrage zu stellen. „Dieser Vorschlag stammt wohl aus einer seltsamen Giftliste der Union“, sagte Fahimi. „Der Vorstoß, den 1. Mai als Feiertag zu streichen, ist an Absurdität nicht zu übertreffen“, erklärte sie. „Die Forderung ist geschichtsvergessen und eine absolute Respektlosigkeit gegenüber den Beschäftigten und ihren Gewerkschaften.“dpa/jm