PfadnavigationHomeSportFußballChampions LeagueViertelfinal-Aus„Ein Witz“, „ungerecht“, „total übertrieben“ – Wut und Frust bei RealVeröffentlicht am 16.04.2026Lesedauer: 3 MinutenSieben Tore, drei aufgeholte Rückstände, zweimal Rot: Ein spannender Champions-League-Abend endet mit den Bayern im Halbfinale. Real Madrid sucht die Schuld wie so oft beim Schiedsrichter.Nach dem Aus in der Champions League gehen die meisten Spieler von Real Madrid auf Klubanweisung kommentarlos durch die Interviewzone. Ein paar frustrierte Profis lassen sich dann aber doch zu Bemerkungen hinreißen.In der vergangenen Saison war es immerhin noch der Uefa-Super-Cup, über den sie sich freuen durften. In dieser Spielzeit aber wird es so sein, dass das erfolgsverwöhnte Real Madrid keinen Titel gewinnt – und das erstmals seit 2020/21.Entsprechend groß war der Frust bei den Spaniern des spanischen Star-Ensembles am Mittwochabend in München. Ihr Unmut, dem sie nach dem Viertelfinal-Aus beim FC Bayern Luft verschafften, richtete sich nach dem 3:4 (Hinspiel 1:2) insbesondere gegen Slavko Vinčić, den Schiedsrichter.Der Slowene hatte in der gegnerischen Hälfte ein Foulspiel von Eduardo Celmi Camavinga abgepfiffen. Weil der französische Mittelfeldspieler den Ball dann an seinem Fuß behielt, in der Folge sogar in die Hände aufnahm und die Fortsetzung des Geschehens somit verzögerte, zückte der in Maribor geborene Referee eine Gelbe Karte.Lesen Sie auchOffenbar, so deuteten es nicht wenige, hatte Vinčić vergessen, dass er dem 23-Jährigen vorher schon eine Gelbe Karte gezeigt hatte. Nach Hinweisen von Bayern-Profis zog er also noch eine Rote hinterher. Möglicherweise hätte der Unparteiische auf eine Gelbe Karte verzichtet, wenn ihm die vorherige in dem Moment bewusst gewesen wäre. Möglicherweise.„Ein Witz“, findet Real Madrids Stürmer Jude Bellingham„Da war die Runde vorbei“, fluchte Álvaro Arbeloa, der Trainer von Real, nach der Partie in der Pressekonferenz. Er war tatsächlich der Einzige aus dem Lager der Madrilenen, der sich in der Medienrunde und in Interviews äußerte. In der spanischen Primera División werden die Profis wegen aktualisierter Medienrichtlinien, wie „Real total“ schreibt, bereits seit dem Sommer 2023 von den spanischen Rechteinhabern ferngehalten. Dass dafür Bußgelder fällig werden, nimmt der Verein in Kauf. Nach Liga-Begegnungen sprechen die Stars meist bloß bei Realmadrid TV – aber auch nur dann, wenn vorher ein Erfolg heraussprang.Obwohl die Akteure nach dem bitteren Ausscheiden nicht zu Interviews abgestellt wurden, ließen sie sich in der Mixed Zone der Allianz Arena auf dem Weg zum Mannschaftsbus zu Bemerkungen hinreißen. Antonio Rüdiger verlor dabei noch am meisten Worte. „Es ist immer am besten, nicht über den Schiedsrichter zu reden. Jeder hat die Situation gesehen. Es ist besser, wenn ich heute nicht rede“, so der Innenverteidiger, der dann abzog.Lesen Sie auchJude Bellingham sagte: „Ein Witz. Das kann unmöglich eine Rote Karte sein.“ Torwart Andriy Lunin: „Das ist total übertrieben.“ Kapitän Federico Valverde: „Wir haben verloren und es tut uns sehr weh.“ Éder Militão fand die Hinausstellung Camavingas einfach „ungerecht“.Das alles lässt tief blicken. Das Team war vom FC Bayern in seinen Grundfesten getroffen – und massiv erschüttert worden.LaGa